Die Geehrten, die zwischen 25 und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geleistet haben, mit Gesamtkommandant Martin Frey (links), Maik Zinser, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands (Fünfter von links), Bürgermeister Michael Ruf (rechts) und Kreisbrandmeister Frank Jahraus (Zweiter von rechts Foto: Lothar Schwark

Viel zu tun hatte die Feuerwehr im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr deutlich. Dabei standen auch Ehrungen langjähriger Mitstreiter an, die zum Teil seit Jahrzehnten aktiv mit dabei sind.

Bei der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Baiersbronn im Kurhaus Huzenbach blickte Gesamtkommandant Martin Frey auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Insgesamt wurde die Feuerwehr 2024 zu 124 Einsätzen alarmiert.

 

Die 18 Brandeinsätze unterteilten sich in 14 Kleinbrände, drei mittlere Brände und einen Großbrand. In Sachen technische Hilfeleistung hatte die Wehr 59 Einsatzstellen. 47 Alarmierungen erfolgten durch Brandmeldeanlagen.

Einige Einsätze prägten sich ein, so Frey. Gerade für jüngere Einsatzkräfte sei dies eine neue Herausforderung bei der Bewältigung ihrer Aufgabe. Bei zehn Einsätzen kamen die Feuerwehrleute mit erkrankten, verletzten oder auch verstorbenen Personen in Berührung.

Unter großem Beifall wurde Kurt Schwizler von der Abteilung Röt-Schönegründ nach 44 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst zum Ehrenmitglied ernannt, links Gesamtkommandant Martin Frey, rechts Bürgermeister Michael Ruf. Foto: Lothar Schwark

Der Gesamtkommandant würdigte alle Einsatzkräfte für die von ihnen gezeigten, enormen Leistungen. „Ich bin sehr froh, euch an meiner Seite zu haben“, dankte Frey den Mitgliedern der Wehr.

253 aktive Mitglieder in der Gesamtfeuerwehr

Ende 2024 hatte die Gesamtfeuerwehr Baiersbronn 253 aktive Mitglieder, darunter zehn Frauen. Die Abteilung Baiersbronn zählt 65 Mitglieder, Mitteltal 30, Obertal 25, Tonbach 27, Klosterreichenbach 31, Röt 23, Huzenbach 25 und Schwarzenberg 27.

Insgesamt 72 Jugendliche sind mit großem Eifer bei der Jugendfeuerwehr dabei. 53 Mitglieder gehören zur Altersabteilung. Wichtig sind laut Frey die Nachwuchsgewinnung sowie die Sensibilisierung von Arbeitgebern vor Ort.

Von der EDV-Anlage bis zu Fahrzeugen

Um erfolgreich Einsatzvorgaben bewältigen zu können, sei auch in der Zukunft eine qualifizierte Ausbildung unabdingbar. Im Laufe des vergangenen Jahres wurde zum Teil über den Gemeindehaushalt, aber auch mit Spenden zahlreicher ansässiger Firmen neue Technik beschafft.

Finanzielle Mittel aus dem Gemeindehaushalt haben die Beschaffung von Einsatzkleidung, Türöffnungskoffer, EDV-Anlage, Atemschutzprüfgeräten, Fahrzeugen sowie von Hochwasserschutzausrüstung und die Ersatzbeschaffung von technischen Geräten ermöglicht.

Ende des vergangenen Jahres zählte die Gesamtjugendwehr in Baiersbronn 63 Jungen und neun Mädchen, informierte Thomas Frietsch. Neben zahlreichen Übungen schweißten ein Zeltlager, ein Aktionstag in Tripsdrill und die Abnahme der Jugendflamme den Feuerwehrnachwuchs zusammen.

Bürgermeister Michael Ruf betonte die große Bedeutung der Feuerwehr. Sie übernehme an 365 Tagen – und das rund um die Uhr – im Ehrenamt den Brandschutz in der Gemeinde. Auch in Zeiten schmaler öffentlicher Finanzen würden die Mittel für die Feuerwehr nicht gekürzt. Die freiwillige Feuerwehr sei unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens sowie des Sicherheitskonzepts der Gemeinde, betonte Ruf. Sein Dank richtete sich an alle Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern auch über den Tag bei Einsätzen den Dienst bei der Feuerwehr ermöglichten.

Ruf ging auch auf die Bedeutung der Jugendfeuerwehren ein und würdigte die wichtige Arbeit der Jugendfeuerwehrwarte. Auch in Zukunft habe die Gemeinde ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr, versprach Ruf.

Notfallseelsorge begeht Jubiläum

Über Aktuelles zum Feuerwehrwesen und zum Kreisfeuerwehrverband sprach dessen Vorsitzender Maik Zinser. Kreisbrandmeister Frank Jahraus freute sich, eine so gut ausgerüstete Wehr im Murgtal zu haben. Er lud für Sonntag, 6. April, um 17 Uhr zu einem Gottesdienst „25 Jahre Notfallseelsorge“ in die Dornstetter Martinskirche ein. Abgerundet wurde die Hauptversammlung durch Ehrungen.

Zahlreiche Auszeichnungen vergeben

Ehrenmitgliedschaft
Unter großem Beifall wurde Kurt Schwizler von der Abteilung Röt-Schönegründ nach 44 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst zum Ehrenmitglied ernannt.

Feuerwehrehrenzeichen des Landes
Für 40 Jahre Dienstzeit wurden Karlheinz Günther (Klosterreichenbach), Achim Klumpp, Thomas Großmann (beide Huzenbach), Frank Schoch, Rolf Finkbeiner (beide Schönmünzach) und Arnd Braun (Baiersbronn) mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold geehrt. Für 25 Jahre Dienstzeit erhielten Matthias Züfle, Markus Danielczok (beide Baiersbronn), Holger Seidt (Klosterreichenbach), Holger Finkbeiner (Röt-Schönegründ), Stefan Frey und Christian Spissinger (beide Huzenbach) das Ehrenzeichen in Silber. Mit dem Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre wurden Christian Fahrner, Johannes Bangert, Marc Finkbeiner (alle Mitteltal), Daniel Gaiser, Christian Gaiser (beide Obertal), Andreas Sauter (Tonbach), Thomas Baumann und Achim Schneider (beide Röt-Schönegründ) geehrt.