Alle auf einen Blick: die leistungsstarke Truppe der Zimmerner Gesamtwehr. Foto: Burkart

Nach der Gemeindereform haben sich die Feuerwehren aus den vier Zimmerner Teilorten zusammengeschlossen. Der „Tag der Feuerwehr“ anlässlich des Jubiläums – also der 50. Geburtstag – wird am 17. September gefeiert.

Die Gesamtfeuerwehr Zimmern feiert ihr 50-jähriges Bestehen am Sonntag, 17. September, mit einem großen „Tag der Feuerwehr“ bei der Turn- und Festhalle.

 

Geboten wird neben Schauübungen um 13 und 15 Uhr eine Spielstraße für Kinder, außerdem spielen die Polkamusikanten aus Stetten auf. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, lassen die Einsatzkräfte wissen. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung laufen auf Hochtouren. Beginn ist um 11 Uhr.

1877 in einer Urkunde

Aber warum wird die Feuerwehr erst 50 Jahre alt? Das kann doch gar nicht sein, wird sich mancher fragen. Und das ist natürlich richtig. Die Feuerwehrabteilung Zimmern wurde bereits im Jahr 1877 erstmals urkundlich erwähnt und blickt mittlerweile auf stattliche 146 Jahre Geschichte zurück. Auch die anderen Abteilungen in Horgen, Stetten und Flözlingen sind in dieser Zeit entstanden.

Doch vor 50 Jahren, im Jahr 1973, stand die Gemeindereform auf dem Plan, die Gesamtgemeinde Zimmern entstand, die Eschachtalgemeinden wurden zu Teilorten von Zimmern.

„Und damals haben sich auch die Feuerwehren zur Gesamtwehr zusammengetan“, berichtet Gesamtkommandant Frank Scherfer, der seit Gründung der Gesamtwehr der vierte Gesamtkommandant ist.

Bisher vier Gesamtkommandanten

Erster Gesamtkommandant war Bruno Bantle. Auf ihn folgte Gerold Martin, der das Amt 16 Jahre lang innehatte Volker Schwab war im Anschluss der erste Gesamtkommandant aus einer Eschachtalgemeinde. Seit 2022 ist Frank Scherfer Gesamtkommandant.

Die Geschichte der Gesamtwehr beginnt also 1973. Der Überlieferung nach soll die Zusammenlegung kein einfacher Schritt gewesen sein. Doch es war ein guter, wie sich spätestens 50 Jahre später zeigt, denn die Wehr ist heute gut aufgestellt. Die Synergieeffekte haben sich schnell eingestellt.

1976 meisterte die Gesamtwehr dann ihren ersten gemeinsamen Großeinsatz. In ein Flözlinger Anwesen hatte damals der Blitz eingeschlagen, und es stand in Flammen.

Eine starke Truppe

Heute zählt die Gesamtfeuerwehr Zimmern 176 Mitglieder. Unterteilt ist sie in die vier Einsatzabteilungen Zimmern, Horgen, Flözlingen und Stetten sowie in die Jugendwehr und die Alterswehr. 127 Mitglieder sind im aktiven Einsatzdienst, informiert Gesamtkommandant Frank Scherfer.

Ein wichtiges Thema ist die Gewinnung von Nachwuchs und aktiven Mitgliedern. In diesem Punkt haben sich die Mitglieder eine offensivere Ausrichtung zurechtgelegt, indem sie mögliche „Kandidaten“ direkt ansprechen, um Zuwachs zu bekommen. „Damit waren wir schon ganz erfolgreich“, so Scherfer.

Nachwuchs „enorm wichtig“

Die Jugendwehr kann mittlerweile ab acht Jahren besucht werden. „Aber es ist schon eine Kunst, die Mädchen und Jungen bis in die aktive Wehr hinein bei der Stange zu halten“, gibt Scherfer zu. Doch der Nachwuchs sei noch immer das Rückgrat der aktiven Wehr und enorm wichtig.

„Die Pandemie war für den Organismus Feuerwehr eine Katastrophe“, resümiert Frank Scherfer. In Kleingruppen zu üben, ist nicht Feuerwehrstil, lässt er wissen. Und die Jugendwehr habe gar nicht üben können. „Keine gute Zeit“, sagt Scherfer, blickt nun aber sehr optimistisch nach vorne.

Einzelne Schwerpunkte

So habe man beispielsweise die einzelnen Abteilungen spezialisiert. Wenn es um Wasserrettung, Flächenbrand oder Technische Hilfe geht, dann kommt gleich die passende Abteilung zum Einsatz.

„Hier wollen wir auf jeden Fall weiter dran arbeiten, damit wir zum einen gut aufgestellt, und zum andern auch für neue Leute attraktiv sind“, sagt er.

Wer sich für das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr interessiert, der hat beim „Tag der Feuerwehr“ ausreichend Gelegenheit, sich ausführlich zu informieren.