Kik betreibt in St. Georgen eine Filiale in bester Lage direkt am Marktplatz. Wie es mit ihr weitergeht? Die Pressestelle des Unternehmens gibt auf Anfrage unserer Redaktion keine konkrete Prognose ab. Foto: Helen Moser

Mit Kik und Tedi planen gleich zwei Läden in der St. Georgener Innenstadt die Schließung – so heißt es zumindest. Doch was sagen die Unternehmen zu den Gerüchten?

Es war nur eine Randnotiz beim Potenzial-Rundgang durch die St. Georgener Innenstadt. Aber eine, die aufhorchen ließ: Die Filialen von Kik und Tedi im Stadtzentrum würden beide schließen, hieß es da – ein herber Schlag für das Bergstadt-Zentrum, sollte es tatsächlich so kommen. Denn die Unternehmen halten sich auf Anfrage unserer Redaktion bedeckt.

 

Oder sie dementieren gleich komplett. So etwa im Fall des Tedi-Markts in St. Georgen. Ein Sprecher des Unternehmens ist über die Anfrage unserer Redaktion nach eigenem Bekunden einigermaßen verwundert. Eine Schließung der Filiale in St. Georgen? Davon habe man, sagt er im Gespräch, keine Kenntnis. Eigens habe er sich noch einmal im Haus erkundigt. Doch Fehlanzeige – von einer Schließung spreche hier keiner.

Dabei wurde beim Potenzial-Rundgang durch die Innenstadt mit Vertretern von Handels- und Gewerbeverein (HGV), Gemeinderat, Stadtverwaltung und Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg sogar konkret und ganz öffentlich über Gründe für eine Schließung gesprochen. Die Ansiedlung von Action in der Industriestraße, hieß es da, mache dem Laden, direkt gegenüber des Roten Löwen an der Hauptstraße gelegen, zu schaffen.

Ein Problem, das dem St. Georgener Einzelhandel in der Innenstadt übrigens nicht fremd ist: Die Action-Ansiedlung so weit fernab der Innenstadt, habe sich allgemein negativ ausgewirkt, bilanzierte Guido Eichenlaub.

Die Gerüchteküche brodelt – doch Tedi dementiert auf Anfrage Gerüchte über eine Schließung der St. Georgener Filiale. Foto: Helen Moser

Aus größerem Umkreis kommen allem Anschein nach die Kunden in die Industriestraße – auch in Villingen, meinte etwa Philipp Hilsenbek, Geschäftsbereichsleiter für Standortpolitik bei der IHK, wisse man um den Action in St. Georgen. Doch den Weg zu den Geschäften im St. Georgener Stadtzentrum finden wohl nur die wenigsten.

Kik geht nicht auf einzelne Standorte ein

Doch zurück in ebendieses Zentrum – und zu Tedi, Kik und den angeblichen Schließungen, über die gemunkelt wird. Im Gegensatz zu Tedi verzichtet Kik auf Anfrage unserer Redaktion auf ein Dementi zu den Schließungsgerüchten. Stattdessen antwortet eine Unternehmenssprecherin nur allgemein und unkonkret – und bittet um Verständnis dafür, „dass wir auf Anfragen zu einzelnen Standorten nicht eingehen“.

150 Filialen auf der Streichliste

Ihre Stellungnahme bezieht sich stattdessen auf die übergeordneten Pläne des Discounters, in diesem Jahr Hunderte Filialen in ganz Europa zu schließen. „In Deutschland werden wir dieses Jahr insgesamt rund 150 Filialen nicht weiterführen“, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme der Kik-Sprecherin. Für das Unternehmen und die Mitarbeiter bestehe damit „Planungssicherheit für 2026“.

Um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu sein, überprüfe Kik regelmäßig das Filialportfolio. „So sind wir in der Vergangenheit vorgegangen und werden es auch in Zukunft tun.“

Kik sagt: keine Kündigungen geplant

Ob bei dieser Überprüfung auch die St. Georgener Filiale auf der Streichliste landete und am Jahresende eine der geschlossenen sein wird, lässt die Sprecherin jedoch offen. Auch auf weitergehende Fragen unserer Redaktion bezüglich des Zeitpunkts der mutmaßlichen Schließung geht sie nicht ein. Zu den Folgen für Mitarbeiter schreibt sie: „Im Falle von Filialschließungen werden wir die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden. Kündigungen sind nicht geplant.“