Steigt die RG Lahr ab oder bleibt sie doch in der Regionalliga? Diese Frage wird sich erst zum Jahresende beantworten lassen. Der Kader wird auf jeden Fall zusammenbleiben.
Als Fan der RG Lahr hat man es derzeit nicht leicht, denn es ist gar nicht so klar, ob der Abstieg betrauert werden soll oder der Klassenerhalt noch gefeiert wird. Die Lahrer sind auf dem drittletzten Platz der Regionalliga und das bleibt auch so, egal wie der letzte Kampftag der Saison beim ASV Ladenburg am kommenden Samstag ausgeht. Dieser Rang ist ein Abstiegsrang – sofern aus den Oberligen Nordbaden, Südbaden und Württemberg drei Teams in die Regionalliga aufrücken.
Zwar besteht für die drei Oberligisten laut Regularien eine Aufstiegspflicht, doch Sanktionen könnten in Kauf genommen werden und dann werde auf den Aufstieg trotzdem verzichtet. „Es gibt Gerüchte, nach denen gerade in Nordbaden nicht alle aufsteigen wollen. Da wissen wir erst Ende des Jahres mehr. Eine Resthoffnung auf den Klassenerhalt ist durchaus gegeben“, betont Artur Derr, Vorsitzender der RG Lahr, im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Regionalliga-Meister SG Weilimdorf könnte zudem den Sprung in die Bundesliga wagen. Auch dann wäre noch ein Platz für die Lahrer in ihrer aktuellen Klasse frei.
„Wir bereiten uns auf beide Szenarien vor“, erklärt Derr, der, obwohl die Messe noch nicht gelesen ist, nicht verhehlt, dass nach der 12:17-Niederlage gegen die KG Dewangen-Fachsenfeld so etwas wie Abstiegsstimmung vorherschte. „Die Niederlage war schon großer Mist. Wir hatten drei Schulterniederlagen in den letzten drei Duellen. Das kam schon überraschend und wenn das nun der Abstieg war, haben wir damit auch nicht gerechnet“, so der Vorsitzende.
Derby wäre ein Trostpflaster für Abstieg
Gute Nachrichten gibt es für den Verein allerdings selbst im Falle eines Abstiegs. „Natürlich wird es die ein oder andere personelle Veränderung bei uns geben, aber der Kern der Mannschaft hat zugesagt, mit an Bord zu bleiben. Zudem steht uns dann mit Luis Fening auch wieder eine ganz wichtige Kraft zur Verfügung“, berichtet Derr und betont einen weiteren Lichtblick im Abstiegsfall: „Unsere Nachbarn vom RSV Schuttertal sehen wir dann eine Liga tiefer wieder. Unser geliebtes Derby bleibt uns damit erhalten. Nirgends brennt die Halle so sehr wie in Reichenbach und Schuttertal, wenn wir uns gegenüberstehen“, schwärmt Derr von dem Derby, dass die Lahrer in dieser Saison zu Hause und auswärts gewannen.
Eine baldige Rückkehr in die Regionalliga sei im Fall der Fälle auf jeden Fall das Ziel. „Wenn wir runtergehen, dann nur, um für den Aufstieg Anlauf zu nehmen“, ist sich Derr sicher.
Der RSV Schuttertal war zuletzt kein echter Prüfstein für die WKG Weitenau-Wieslet und musste sich klar geschlagen geben. Das überdeutliche Ergebnis von 27:3 täuscht allerdings darüber hinweg, dass sich die RSV-Athleten nach Kräften wehrten und es den Einheimischen schwer machten, um zu den Punkten zu kommen. Der vorletzte Tabellenplatz und damit der Abstieg standen für Schuttertal schon vorher fest.