Die Frauen der SG BBM Bietigheim bejubeln den Viertelfinalerfolg gegen Odense Handbold. Foto: IMAGO/wolf-sportfoto/IMAGO/Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim seht als erstes deutsches Frauenhandball-Team im Final Four der Champions League. Sportdirektor Gerit Winnen ordnet den Erfolg ein und spricht über die Ziele im Endturnier am 1./2. Juni.

Die SG BBM Bietigheim hat sich gegen das dänische Topteam Odense Handbold im Viertelfinale der Champions League durchgesetzt und fiebert jetzt schon dem Final Four in Budapest entgegen. Sportdirektor Gerit Winnen (49) ist begeistert.

 

Herr Winnen, haben Sie die Feierlichkeiten gut überstanden?

Ja, wir spielen ja am Mittwoch schon wieder in der Bundesliga beim Buxtehuder SV. Aber natürlich haben wir diesen sensationellen, absolut außergewöhnlichen Erfolg noch in Odense kräftig gefeiert. Beim Rückflug am Montag waren dann alle ganz schön müde.

Wie war es möglich, sich durchzusetzen?

Wie schon in den Achtelfinal-Play-offs gegen Ikast Handbold waren wir auch gegen Odense krasser Außenseiter. Wir wussten aber um unsere Stärken. Und dann war da noch dieses DHB-Pokal-Endspiel in Stuttgart gegen die TuS Metzingen Anfang März. Diese überraschende Niederlage war wie Doping für uns.

Was bedeutet dieser erste Einzug einer deutschen Frauenmannschaft in ein Champions-League-Final-Four?

Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das ist eine ganz große Geschichte für unseren Verein und für den gesamten deutschen Frauenhandball. Das sollte einen positiven Schub geben.

Wann machen Ihr Trainer Jakob Vestergaard und sein Team die fünfte deutsche Meisterschaft perfekt?

Wenn wir am Mittwoch beim Buxtehuder SV gewinnen haben wir sechs Punkte Vorsprung auf den BVB Dortmund. Spielt die Konkurrenz mit, könnte es schon am Samstag nach dem Heimspiel gegen den VfL Oldenburg so weit sein.

Was nehmen Sie sich fürs Final Four vor?

Die Konkurrenz mit Team Esbjerg, Györi ETO HC und Metz Handball (Anm.d.Red.: Auslosung 7. Mai, 17 Uhr) ist gewaltig. Aber wir werden nicht mit der weißen Flagge im Koffer nach Budapest reisen. Wir wollen auch nicht nur die einzigartige Atmosphäre vor 20 000 Zuschauern genießen. Wir werden im Final Four All-In gehen.