Am 24. Juni 2025 überreichen Andreas Bronner und Konrad Fassnacht im Gemeinderat Horb die Unterschriftenliste für den Erhalt der geriatrischen Reha in Horb. Der damalige Landrat Klaus-Michael (CDU) Rückert nimmt die Unterschriften entgegen. Foto: Jürgen Lück

Damit die geriatrische Reha in Horb auf Dauer erhalten bleibt, gründet sich der Förderverein. Wer den Verein unterstützt.

Jetzt startet der nächste Schritt, um die geriatrische Reha in Horb dauerhaft zu erhalten: Am Freitag, 13. März, ist die Gründungsversammlung des Fördervereins.

 

Konrad Fassnacht, einer der Initiatoren des Widerstands gegen die Schließung: „Wir hoffen, dass viele in den Steiglehof in Horb kommen werden, damit wir den Verein gründen können.“ Die Vereinsgründung ist der nächste Schritt, um die Reha in Horb dauerhaft zu erhalten.

Fassnacht: „Drei Akteure werden auf jeden Fall an Bord sein: Meine Wenigkeit, Andreas Bronner und Katrin Lohner. Sie ist ein ganz wichtiges Bindeglied zur geriatrischen Reha, weil sie dort arbeitet.“

Mit der Vereinsgründung startet Spendensammlung

Mit der Fördervereinsgründung im Steiglehof in Horb soll es richtig losgehen. Fassnacht: „Steht der Verein, können wir auch weitere Unterstützer in Gewerbe und Industrie gewinnen. Weil Spenden dann steuerlich absetzbar sind. Nichtsdestotrotz werden Andreas und ich nach der Vereinsgründung wieder jede Menge Haustürbesuche wie bei der Petition machen. Denn uns ist wichtig, eine möglichst große Anzahl an Mitgliedern aus dem ganzen Landkreis zu gewinnen.“

Das Kernteam des neuen Fördervereins mit Landrat Andreas Junt (Zweiter von rechts): Konrad Fassnacht (links), Kathrin Lohner und Andreas Bronner. Foto: Landratsamt Freudenstadt/Jacqueline Günthner

Das Ziel des Vereins ist auch klar, so Fassnacht: „Wir möchten durch den Förderverein Dinge an der geriatrischen Reha initiieren, die dazu beitragen, das Defizit zu verringern. Um die geriatrische Reha in Horb dauerhaft zu erhalten. Möglicherweise gibt es Anschaffungen, die die Einnahmen seitens der Krankenkassen erhöhen könnten.“ Deshalb sei es wichtig, mit Katrin Lohner jemand im Verein zu haben, der direkt in der Reha arbeitet.

Fassnacht: Reha macht viele Patienten wieder fit

Die geriatrische Reha Horb gehört zu den Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt. Sie machte zuletzt ein Defizit von 1,6 Mio. Euro. Aber: Der Landkreis gab 2024 im Sozialhaushalt 13 681 Euro pro Patient im Jahr aus, der in Vollzeitpflege muss und zu wenig Geld hat. Rein rechnerisch heißt das: Wenn 117 solcher bedürftigen Patienten jährlich aus dem Landkreis Freudenstadt wieder fit für das selbstbestimmte Leben gemacht werden können, kommt der Landkreis unter dem Strich bei den Gesamtkosten auf Null heraus.

Fassnacht: „Wir durften inzwischen auch hautnah erfahren, dass es viele Patienten gibt, die aufgrund der hervorragenden Arbeit der geriatrischen Reha in Horb wieder selbstbestimmt leben können. Und wir hoffen, durch den Förderverein diese segensreiche Einrichtung auf Dauer zu erhalten.“

Gut auch: Schon jetzt hat der Förderverein für die Reha prominente Unterstützer. Landrat Andreas Junt, Schopflochs Bürgermeister Thomas Staubitzer, Horbs OB Michael Keßler und Bürgermeister Ralph Zimmermann (FDP) gehören dazu.

Info

Vereinsgründung
Der Förderverein für den Erhalt der „Geriatrischen Reha“ in Horb wird am Freitag, 13. März, um 18 Uhr gegründet. Adresse: Steiglehof, Steigle 35, 72160 Horb.