Beim Eintreffen der Feuerwehr steht der Schuppen bereits im Vollbrand. Foto: Roland Sprich

Nach dem Brand eines Geräteschuppens auf der Sommerau am Dienstagabend glaubt die Polizei, den Verantwortlichen ermittelt zu haben. Heiße Asche ist demnach die Ursache.

Lichterloh stand am Dienstagabend eine Scheune auf der Sommerau in Flammen. Bereits kurz nach dem Brand scheint klar zu sein, was ihn ausgelöst hatte: Demnach war eine Unachtsamkeit Auslöser des Brands.

 

Wie Daniel Brill, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, hat der Eigentümer des Anwesens, auf dem die Scheune steht, den Brand wohl selbst zu verantworten. Nicht vorsätzlich – aber „eine gewisse Fahrlässigkeit ist zu unterstellen“.

Feuerwehrkräfte bauen die Wasserversorgung auf. Foto: Roland Sprich

Denn nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei waren verbrannte Holzschnittabfälle unweit der Scheune gelagert worden. Offenbar war das Holz jedoch noch nicht komplett abgebrannt gewesen – und der Wind trug heiße Asche bis zum nahe gelegenen Geräteschuppen. Das habe den Brand wohl ausgelöst, sagt Brill.

Schuppen und Inventar ein Raub der Flammen

Rund 30 Einsatzkräfte eilten am Dienstag gegen 19 Uhr zur brennenden Scheune. Sie konnten das Feuer zwar löschen – die landwirtschaftlichen Geräte im Inneren des großen Schuppens waren allerdings nicht mehr zu retten. Wie hoch der durch den Brand entstandene Schaden ist, kann Polizeisprecher Brill jedoch nicht sagen. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr bekämpft am Dienstagabend einen Schuppenbrand bei den Glashöfen auf Brigacher Gemarkung. Foto: Roland Sprich

Da der Verursacher des Brands selbst Eigentümer des Schuppens ist, geht Brill nicht von strafrechtlichen Folgen für ihn aus. Der Vorwurf einer Brandstiftung käme nach der Definition des Strafgesetzbuchs nur dann infrage, wenn fremdes Eigentum in Brand gesetzt wird.

Versicherungsrechtliche Folgen?

Allerdings könnte sich die Ursache des Feuers dennoch auswirken, gibt Brill zu bedenken. „Versicherungsrechtlich kann das ganz anders aussehen“, sagt er – ohne in diesem Zusammenhang natürlich ein verlässliches Urteil fällen zu können. Einen erheblichen Schaden am Geräteschuppen und auch an dessen Inventar hat der Brand jedenfalls verursacht.