Das Dach der Sporthalle im Kernort ist sanierungsbedürftig. Foto: Helen Moser

Der Königsfelder Gemeinderat hat die Machbarkeitsstudie für zwei zentrale Projekte im Kernort vorgestellt: Den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses bei der Grundschule und den Umbau der Sporthalle zur Mehrzweckhalle.

Vorgestellt wurde im Gemeinderat die Machbarkeitsstudie zum Bau eines Feuerwehrgerätehauses bei der Grundschule im Kernort und der Umbau der Sport- zur Mehrzweckhalle.

 

Bürgermeister Fritz Link betonte, dass es nicht um sofortige Umsetzung, sondern nur um technische und räumliche Umsetzbarkeit geht. Ausgangspunkt war die Notwendigkeit der Sanierung des Sporthallendachs. Vereine müssen heute für größere Veranstaltungen auswärts gehen, zudem gibt es zum Teil nicht mehr zeitgemäße Gerätehäuser.

Kerstin Müller vom Architekturbüro Arabzadeh.Schneider.Wirth beschrieb mehrere Planungsvarianten. Als ungeeignet für ein Gerätehaus befunden wurde das Areal am Sägeweiher. Möglich, aber mangels Bedarf nicht weiter verfolgt wurden Krippe und Kita im Erdgeschoss der Grundschule. Die Besucherzahl für die Mehrzweckhalle wurde auf 500 festgelegt, damit nebenan das Feuerwehrgerätehaus entstehen kann.

Reservierte Ausfahrt

Die Zufahrt an der Mönchweiler Straße würde weiter zum Ortsschild rücken, die Parkplätze der Einsatzkräfte wären per Schranke abgesperrt. Gegenüber gäbe es eine für den Alarmfall reservierte Ausfahrt zur Landesstraße 181.

Die Mehrzweckhalle würde ein neues Foyer samt barrierefreiem Aufzug und größerer Treppe erhalten. Die Bühne wäre durch mobile Teile vergrößerbar. Optional, aber nicht unbedingt nötig ist die Nutzung eines Teils der Geräteräume für eine Catering-Küche.

Platz für 80 Einsatzkräfte

Das Gerätehaus böte in zwei zueinander verschobener Riegeln Platz für über 80 Einsatzkräfte und sechs Fahrzeuge, ein weiteres könnte in einer Waschhalle stehen. Im Obergeschoss gäbe es Mehrzweck- und Übungsräume. Christina Faiß von Faiß Landschaftsarchitekten beschrieb die Doppelnutzung des Außenbereichs als Parkplätze für die Mehrzweckhalle und Spielfläche für die Schule. Ein spezieller Asphalt könnte Wasser speichern und durch Verdunstung für einen Kühleffekt, Bäume für Verschattung sorgen.

Das Konzept greife die vorhandene Architekturreihe auf, so Link. Die Halle bliebe uneingeschränkt für Sport nutzbar. Beide Projekte würden jeweils etwa 8,5 Millionen Euro kosten.

Zur Frage von Uwe Götz nach der Finanzierung verwies Link auf Feuerwehrfachförderung, Ausgleichsstock und städtebauliches Sanierungsprogramm. Man werde aber um eine Kreditaufnahme nicht herumkommen. Da nicht beides gleichzeitig zu schultern ist, plädierte er für die Priorisierung des Gerätehauses. Matthias Weisser pflichtete bei, da das Parken der Einsatzkräfte auf dem Busbahnhof nicht mehr tragbar sei. Man müsse für Feuerwehrleute attraktiv sein, so Jens Hagen.

Ausschreibung der Planungsleistungen

Stefan Giesel und Birgit Helms plädierten dafür, das Gesamtprojekt weiter zu betrachten. Man verbaue sich mit den Plänen nichts, so Link. Auf Nachfrage von Franzska Hornscheidt erklärte er, dass die Halle doppelt so groß würde wie die in Peterzell, die Bühnengröße mit Musikvereinen abgestimmt ist.

Rat stimmt Planungen zu

Der Gemeinderat stimmte schließlich für die Ausschreibung von Planungsleistungen für das Gerätehaus und die nötige Sanierung des Sporthallendachs.