In Rheinweiler soll ein Spielplatz neben den Reben entstehen. Unser Leser Ulrich Höferlin hat dazu folgende Meinung.
Mit großer Sorge verfolge ich die Pläne, einen neuen Spielplatz direkt neben Rebflächen zu errichten. Auch wenn der Standort auf den ersten Blick praktisch erscheint, birgt er gesundheitliche Risiken, die nicht ignoriert werden dürfen.
In Weinbergen werden regelmäßig Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Diese können über die Luft auf angrenzende Flächen gelangen, dabei spielt es keine Rolle, ob ökologisch oder konventionell bewirtschaftet wird. Kinder sind besonders empfindlich gegenüber solchen Stoffen. Ein Spielplatz sollte jedoch ein Ort sein, an dem sie geschützt und unbelastet spielen können.
Ist kein Abstand notwendig
In einer Stellungnahme des Landwirtschaftsamts in der Planungsphase des Baugebietes von 2016 wurde im „Sinne der Konfliktvermeidung“ und zur „Gesundheitsvorsorge“ ein einzuhaltender Abstand von 20 Metern zur Wohnbaufläche gefordert. Ist solch ein Abstand zu einem Spielplatz dann nicht auch notwendig?
Schon mehrfach und seit längerer Zeit wurden der Bürgermeister und die damaligen Gemeinderäte von mir auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Dennoch scheint dieser Einwand bislang keine Berücksichtigung gefunden zu haben.
Ich appelliere an die Verwaltung, die Gesundheit der Kinder über alle anderen Überlegungen zu stellen und einen alternativen Standort zu wählen, der frei von solchen Risiken ist.
Ulrich Höferlin,Bad BellingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.