Bis 2029 könnten zwischen Gechingen, Calw und Wildberg bis zu acht Windkraftanlagen entstehen. Unser Leser Thomas Elsner aus Gechingen vertritt dazu eine klare Meinung.
Mit einer Enthaltung hat am 29. April 2025 der Gechinger Gemeinderat dafür gestimmt, einen Gestattungsvertrag für die Errichtung einer Windkraftanlage in Richtung Siebentannen abzuschließen.
In der vorausgegangenen Diskussion, bei der den Besuchern der Sitzung keine Fragen gestattet waren, wurden nur die finanziellen Aspekte sowie die Beeinträchtigung der Aussicht besprochen. Von einer Gemeinderätin wurde die Meinung geäußert, dass man das Windrad von Gechingen aus vermutlich gar nicht mehr so sehr sehen würde. Dies, obwohl das Windrad mit seiner gewaltigen Höhe natürlich viel weiter als nur von Gechingen aus zu sehen sein wird.
Die ganz erheblichen möglichen Probleme wie Lärm, Infraschall, Wertminderung von Immobilien, Verteuerung von Krediten, Kunststoffabrieb von Flügeln, Gefahr für Vögel und Fledermäuse, Zerstörung von Naherholungsgebieten, deutliche Verschlechterung der Wohnqualität usw. wurden nicht besprochen. Ganz so, als wäre all das kein Problem.
Im Windpark Lindenrain sollen bis zu acht Windkraftanlagen entstehen. Fünf Stück sind meines Wissens auf Calwer Grund geplant, davon zwei Stück auf Stammheimer Gemarkung. Diese sollen sehr nahe an die Gemarkungsgrenze von Gechingen gerückt werden. Damit ist man schön weit weg von Stammheim, leider aber sehr nah an Gechingen. Da der Wind meistens aus der Richtung der geplanten Windkraftanlagen kommt, ist mit erheblicher Lärmbelästigung zu rechnen.
„Es ist mir ein Rätsel“
Man kann nur sehr hoffen, dass sich in den betroffenen Gemeinden möglichst viele Bürger zur Wehr setzen und auf einen Bürgerentscheid hinarbeiten.
Es ist mir ein Rätsel, warum die Bürger nicht von Beginn an zu solchen Plänen befragt werden und warum man einen Bürgerentscheid in einer derart wichtigen Frage als unnötig erachtet.
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