Es geht voran mit dem Bebauungsplan „Lausbühl – 2. Änderung“: Neben seiner Sportanlage will der SV Seedorf eine Freiluftsporthalle errichten. Foto: Weisser

Der Sportverein Seedorf sitzt mit seiner geplanten Freiluftsporthalle schon länger in den Startlöchern. In der Sitzung des Dunninger Gemeinderats ging es einen Schritt voran.

Im Bebauungsplanverfahren „Sportplatz Lausbühl – 2. Erweiterung“ (Ausweis eines Sondergebiets im Zuge der Realisierung einer Freiluftsporthalle) ist die Gemeinde Dunningen einen Schritt vorangekommen.

 

Mit der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen – sie führten zu geringfügigen Änderungen bei zeichnerischen und textlichen Festsetzungen – und der Feststellung des Entwurfs hat der Gemeinderat die zweite Runde eingeläutet. Der Entwurf wird nun öffentlich ausgelegt.

Der Sportverein Seedorf sitzt mit seinem Vorhaben Freiluftsporthalle – diese soll neben der Sportanlage „Lausbühl“ errichtet werden – schon längere Zeit in den Startlöchern. Doch nun ist der Abschluss des Verfahrens absehbar.

31 mal 18,5 Meter groß

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans beläuft sich auf 7653 Quadratmeter, wobei 5333 Quadratmeter auf öffentliche Grünflächen und 284 Quadratmeter auf den landwirtschaftlichen Weg entfallen. Die Sondergebietsfläche beträgt 0,2 Hektar. Die Maße der geplanten Halle: 31 Meter mal 18,5 Meter. Das ausgewiesene Sondergebiet sei eng mit dem Vorhaben verbunden, „der Bebauungsplan hat fast einen vorhabenbezogenen Charakter“, erklärte Planer Rainer Christ vom Villinger Büro BIT-Ingenieure.

Ratsmitglied Florian Haag („Was darf dort gebaut werden?“) hatte dazu nachgehakt. Für die in Anspruch genommene Waldfläche ist ein Waldumwandlungsverfahren (Laubbäume anstatt Fichten) erforderlich. Im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Dunningen-Eschbronn ist der Bereich bisher als Waldfläche dargestellt. Eine punktuelle Änderung sei erforderlich, so der Hinweis von Christ.

Das Verfahren zieht sich bereits über einen längeren Zeitraum hin. Im Dezember des vergangenen Jahres war der Aufstellungsbeschluss gefasst worden. Die frühzeitige Beteiligung erfolgte im Zeitraum August/September.

Winterschlaf bis April

Die Haselmaus hatte zuletzt die Naturschutzexperten beschäftigt. Das nachtaktive Nagetier wurde dort aber nicht gefunden. „Zu unserem Glück“, meinte der Planer. Denn: Die Haselmaus mache von November bis April ihren Winterschlaf. In dieser Zeit wäre eine Umsiedlung nicht möglich.

Für den krankheitsbedingt fehlenden Bürgermeister Peter Schumacher leitete Stellvertreterin Ingrid Erath die Sitzung.