Die fünf geplanten Windräder auf nördlicher Gemarkung in Jettingen werden frühesten Ende 2027 in Betrieb genommen. Darüber informierten jetzt die Stadtwerke Stuttgart in der Sitzung des Jettinger Gemeinderats.
Ein dreiköpfiges Team mit Projektentwickler Tobias Jäger sowie Gerhard Acker-Widmaier und Bettina Ambacher von den Stadtwerken Stuttgart gab einen Einblick in den aktuellen Stand sowie den weiteren geplanten Ablauf des Projektes.
Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) haben im Januar 2023 den Zuschlag für den Windstandort in Jettingen von ForstBW erhalten. Vorläufig sind fünf bis zu 170 Meter hohe Windenergieanlagen mit einer voraussichtlichen Gesamtleistung von 36 Megawatt geplant. Im Zuge der weiteren Prüfung und Genehmigung kann sich an der Planung allerdings noch einiges ändern.
Unter den Gemeinderäten gibt es derweil Bedenken, was den Naturschutz angeht. Dazu habe man bislang keine Details vorliegen. Laut den Stadtwerken laufen immer noch die Windmessungen am geplanten Standort. Im Anschluss wolle man weitere Untersuchungen in Auftrag geben. Darunter Gutachten zu Lärm, Schattenwurf sowie Natur- und Artenschutz. Bislang seien keine großen Probleme erkennbar.
Erkenntnisse zu Artenvorkommen
Rüdiger Stumm (Grüne) verwies hingegen auf neue Erkenntnisse des Naturschutzbundes in Sachen Artenvorkommen. Gerhard Acker-Widmaier entgegnete darauf, dass man dazu keine Informationen vorliegen habe.
Tobias Jäger erklärte auf eine Frage aus dem Gremium bezüglich des Flächenverbrauchs, das vorübergehend etwa 0,35 Hektar für Lager- und Montageflächen benötigt werden. Letztlich würden für die Anlagen 0,5 Hektar in Anspruch genommen.
Die Anlagen seien im Genehmigungsverfahren auf 25 Jahre befristet. Man strebe jedoch an, den Park allein schon aus Nachhaltigkeitsgründen über diese Zeit hinaus zu betreiben.
Finanzielle Beteiligung
Neben Jettingen werden auch Kommunen im Umfeld durch Einnahmen profitieren. Nach momentanem Stand werden jährlich an Jettingen mit 54 Prozent Anteil rund 72 000 Euro, an Herrenberg mit 27 Prozent rund 36 000 Euro und an Wildberg (19 Prozent) rund 25 000 Euro ausgeschüttet.