Erst im Dezember wurden zwei Schafe bei Seewald getötet – jetzt sind zwei verletzt, eines ist verschwunden. Ob ein Wolf den Schaden verursacht hat, prüft die FVA in Freiburg.
Erst im Dezember waren zwei tote Schafe in Seewald und zwei tote Ziegen in Forbach gefunden worden – am Sonntag wurden nun laut der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) zwei verletzte sowie ein verschwundenes Schaf aus Seewald gemeldet.
Eine genaue Bestimmung gestaltet sich damals wie heute schwierig. Im September 2025 wurde eine Losung des Wolfes „GW5057m“ bei Seewald entdeckt. Die Vorfälle im Dezember können den Spuren nach einem Wolf mit dem Haplotyp 02 im Erbgut sicher zugeschrieben werden. Die Herkunft des Tieres liegt höchstwahrscheinlich in Polen. Der Hornisgrinde-Wolf kann es nicht gewesen sein – er hat den Haplotyp 01.
Zu diesem Zeitpunkt könne ein Wolf als Verursacher weder ausgeschlossen noch bestätigt werden, sagt der Wildtierbeauftragte im Kreis Freudenstadt, Peter Daiker.
Große Streifgebiete machen Spekulationen obsolet
Die Situation vor Ort sei fotografisch dokumentiert, Genproben würden am Senckenberg Institut für Wildgenetik untersucht. Erfahrungsgemäß könne diese Untersuchung bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen.
Ohne Genetikergebnis sei es zudem zu früh, um über individuelle Wölfe als Verursacher zu spekulieren, so Daiker weiter. Die sehr großen Streifgebiete der Tiere ließen sich nicht genau festlegen. Außerdem würden sie sich oft überschneiden.