Zahlen, Daten und Fakten präsentierte der Vorstand der Bürgergenossenschaft Weiler Wärme bei der Generalversammlung in Pfalzgrafenweiler.
Die Weiler Wärme hat derzeit 1190 Mitglieder, wie bei der Generalversammlung in der Festhalle berichtet wurde. Gegenüber dem Vorjahr (1153) bedeutet dies einen Anstieg um 3,2 Prozent durch die Wärmenetzerschließungen in Herzogsweiler und Kälberbronn.
Die Genossenschaft versorgt entlang einer Trasse von aktuell 56 Kilometern 889 Haushalte. 74 Anschlüsse gab es im vergangenen Jahr. 26 480 Megawattstunden Wärme wurden 2024 verkauft. Die gestiegene Zahl der Anschlüsse ließ auch die verkaufte Wärmemenge steigen.
Die Nachrangdarlehen entwickelten sich auf knapp sieben Millionen Euro. Der Wärmepreis wurde 2024 mit 13,24 Cent pro Kilowattstunde netto abgerechnet. Für 2025 war eine Preiserhöhung notwendig.
Nur ein leichter Gewinn
Durch den Ausbau der Nahwärmenetze ist das Anlagevermögen weiter gewachsen, im Bereich Nahwärmenetz auf 1,12 Millionen Euro. Auf der Passivseite stehen den Bankdarlehen (1,8 Millionen Euro) mehr als 1,5 Millionen Euro an Tilgungszuschüssen gegenüber. Während der Zinsaufwand (rund 419 000 Euro) deutlich stieg, konnte der Umsatzrückgang auf rund 5,9 Millionen Euro durch geringeren Materialaufwand (minus 400 000 Euro) kompensiert werden.
Trotz steigender Wärmepreise wurde 2024 nur ein leichter Gewinn von 7444,12 Euro erwirtschaftet. Für die Jahre 2025 bis 2030 sind steigende Umsätze und ein höherer Jahresüberschuss geplant.
Weiler Mobil eingestellt
Die E-Mobilität-Sparte Weiler Mobil wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2025 eingestellt. Laut Prüfer wurde nach dem leicht rückläufigen Betriebsergebnis und dem schmalen Jahresüberschuss die Ertragslage als unzureichend beurteilt.
Der Jahresüberschuss wurde mit dem Verlustvortrag verrechnet und in Höhe von 432 000 Euro auf neue Rechnung vorgetragen.
Heizhaus entsteht derzeit
Im vergangenen Jahr wurde das Wärmenetz besser ausgelastet durch den Anschluss von zwölf Gebäuden in Herzogsweiler und den nachträglichen Anschluss auch großer Abnehmer im Ort.
In der Siedlung Heide entsteht aktuell das Heizhaus mit 900 Kilowatt Leistung zur Abdeckung des gestiegenen Wärmebedarfs und Reduzierung von Spitzenlasten. Der Keller ist bereits fertiggestellt, der zwölf Meter hohe Kamin mit neuester Technik kommt in wenigen Tagen. Ein Pufferspeicher findet aus Kostengründen im Freien seinen Standort.
Aus zwei Firmen wird eine
Werk eins und Werk zwei, bisher zwei Firmen, wurden als Heizkraftwerk Bioenergie Pfalzgrafenweiler GmbH zu einer Firma zusammengefasst. Seit deren Bau wurden bereits 4,75 Millionen Euro getilgt. Der aktuelle Kreditstand liegt bei 1,45 Millionen Euro. Geplant ist, in vier Jahren schuldenfrei zu sein.