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Gengenbach Über 5000 Hästräger beim VSAN-Landschaftstreffen

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In Gengenbach (Ortenaukreis) zogen tausende Hästräger am Wochenende beim Landschaftstreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte durch die Straßen. Foto: Nadine Goltz

Gengenbach - "Regen, na und?" Getreu diesem Motto sind mehr als 5000 Hästräger, 1500 Musiker und zahlreiche Besucher in die Gengenbacher Altstadt zum Landschaftstreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte gekommen.

Neben den Zünften der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) reisten auch Narren aus Östereich, der Schweiz und Obernai, Gengenbachs französischer Partnerstadt, an. Wenn sich so viele Fasendsfreunde an einem Ort treffen, heißt das: Feiern ohne Ende.

Begonnen wurde das große Narrenfest mit dem traditionellen Fasends-Ausrufen und der anschließenden Erweckung der Hauptfigur der Gengenbacher Fasend, dem Schalk. Eine riesige Menschenschar in weißen Nachthemden zog lärmend, einige mit Fackeln oder Laternen in der Hand, vom Bahnhof durch die Altstadt zum mittelalterlichen Niggelturm. In dem ehemaligen Gefängnis hat der Schalk symbolisch das ganze Jahr über geschlafen – und wird jedes Jahr zur Fasend mit einem Narrenspruch geweckt: Während ein großes Feuerwerk am Niggelturm gezündet wurde, rief auch in diesem Jahr die Menschenschar: "Schalk wach uf, Schalk mach mit, Schalk kum ra, s’ isch Fasendszit!"

Rekord-Besucherzahl beim Hemdenglunker

Plötzlich tat sich ein Regenschirme-Meer vor dem Turm auf, da wohl auch der Wettergott versuchte, den Schalk aus seinem Schlaf zu holen und kräftigen Regen auf die Erde schickte. Dann war es soweit: Der Turm erleuchtete in roter Farbe – der Schalk war erwacht. Er kam auf den Balkon und begrüßte die Menschen. Damit ihn auch jeder zu Gesicht bekam, war eine große Leinwand aufgebaut, die die Narrenfigur von nahem zeigte.

Daraufhin erfolgte die Stadtschlüssel-Übergabe im Rathaus. "Noch nie waren so viele Menschen bei unserem Hemdenglunker, eine wahnsinning beeindruckende Aussicht von hier oben", freute sich Bürgermeister Thorsten Erny und sprach seinen Dank vor allem an die Zünfte aus, die sich zum Narrentreffen der VSAN versammelt hatten – darunter auch Zünfte aus der Schweiz, und solche, die bisher noch nie außerhalb ihres Heimatortes teilgenommen haben. Mit der Schlüsselübergabe habe nun der Schalk über die Fasendszeit das Sagen in der Stadt – was einen närrischen Ausnahmezustand bedeutet: Stadtkapellen und Guggenmusiken zogen durch die Straßen und in allen Gaststätten, zahlreichen Zelten und dem Narrenkeller wurde bis in die frühen Morgenstunden gesungen, gelacht und getanzt.

Auch am Sonntag war es in der historischen Altstadt laut: Zum großen Umzug kamen zahlreiche Besucher und feierten gemeinsam mit den 41 teilnehmenden Zünften – darunter 27 der VSAN angehörig ­­– die närrische Zeit. Glücklicherweise schien die Sonne während des gesamten Umzugs, kein Regenschirm wurde gebraucht, sodass die Menschen an den Straßenrändern gute Sicht auf die Hästräger und Musiker hatten.

Neben den heimischen Spätlehanseln und den Gengenbacher Hexen sowie den benachbarten Zünften aus Reichenbach, Berghaupten und Offenburg, sorgten auch unter anderem die "Narrizella Ratoldi" aus Radolfzell, die Narrenzunft Schömberg, die Fasnachtsvereinigung Herbstein, die Narro-Altfischerzunft aus Laufenburg, die Narrenzunft Frohsinn aus Donaueschingen und die Endinger Narrenzunft für Wirbel in der Stadt. Nach dem Umzug tummelten sich die Menschen an den Essens- und Getränkeständen und feierten am Sonntag bis spät abends gemeinsam auf der Straße.

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