Jonas Müller und Natalie Wangler von den Roadrunners Südbaden nahmen in der schottischen Hauptstadt Edinburgh am "Wings for Life Run" teil. Müller lief 54 Kilometer und belegte weltweit den 15. Platz. Foto: Müller

Laufsport: Roadrunners Südbaden starten mit elf Teilnehmern bei Spendenlauf für Rückenmarksforschung

Beim "Wings for Life World Run" sammeln Läufer aus aller Welt Spenden für die Rückenmarksforschung. Auch die Roadrunners Südbaden waren mit elf Teilnehmern am Start. Jonas Müller landete dabei am Ende auf dem 15. Platz.

Seit 2014 wird "beim Wings for Life World Run" Jahr für Jahr für die Rückenmarksforschung gelaufen. Das klare Ziel der "Wings for Life Foundation" ist es, Rückenmarksverletzungen heilbar zu machen. Daher wurde der Lauf ins Leben gerufen, der stets Anfang Mai weltweit zur selben Uhrzeit gestartet wird. 30 Minuten später startet virtuell das "Catcher Car", das von Zeit zu Zeit immer schneller wird und so einen Teilnehmer nach dem anderen einsammelt.

Es gilt also dem Catcher Car möglichst lange zu enteilen und so möglichst viele Kilometer für die zu laufen, die es nicht können. Unter den insgesamt gut 925 000 Teilnehmern, die in den letzten acht Jahren teilgenommen haben, sind seit 2017 jährlich stets auch mehrere Läufer der Roadrunners Südbaden, wie der Verein in einer Pressemeldung mitteilt.

Insgesamt wurden bereits 33 Millionen Euro gespendet

Gemeinsam konnte seither ein beachtlicher Geldbetrag gespendet und fast 1000 Kilometer für den guten Zweck gelaufen werden. Somit leistete der Verein einen Beitrag zu den inzwischen neun Millionen Kilometer und zur Spendensumme in Höhe von rund 33 Millionen Euro.

In diesem Jahr konnte man mithilfe einer Veranstaltungsapp am "Wings for Life World Run" teilnehmen. Für diese Option entschieden sich neun Roadrunners in der badischen Heimat sowie Natalie Wangler und Jonas Müller, die im Zentrum der schottischen Hauptstadt Edinburgh mitliefen.

Die ersten Roadrunners, die eingeholt wurden, waren Ulrike Müller-Benouaret, Bärbel Brucker und Hubert Müller. Müller-Benouaret lief auf einer bergigen Strecke 8,09 Kilometer, Brucker 12,09 Kilometer und Müller 16,16 Kilometer entlang der Kinzig. Als nächstes holte das "Catcher Car" Katharina Oswald ein, die 20,57 Kilometer beitragen konnte. Noch etwas weiter liefen Meike Freudenreich (22,28 Kilometer) bei ihrem ersten, und Natalie Wangler (22,53 Kilometer) bei ihrem vierten Start. Besonders Freudenreich und Wangler gingen den Lauf sehr kontrolliert an.

Auch für Bachir Benouaret war es kurz vor Ende des Fastenmonats Ramadan die erste Teilnahme. Mit 24,66 Kilometern konnte er mehr als 96 Prozent aller Starter weltweit hinter sich lassen. Patrick Brucker war zum zweiten Mal dabei. Mit 26,58 Kilometer lief er nur 400 Meter weniger als Joachim Schlaier, für den es ebenfalls der zweite Start war. Noch weiter lief bei seiner vierten Teilnahme in Folge Florian Walz. Nachdem der Gengenbacher in den letzten beiden Jahren gut 28 beziehungsweise gut 30 Kilometer gelaufen war, steigerte er sich in diesem Jahr auf 32,34 Kilometer.

Müller zum fünften Mal in Folge dabei

Die Leistung von Walz konnte 2021 nur ein Roadrunner toppen. Nur zwei Wochen nach seinem Start beim Cheshire Elite Marathon war es für Jonas Müller eine Selbstverständlichkeit auch im fünften Jahr in Folge die "Wings for Life Foundation" zu unterstützen. Nur mitzulaufen war Jonas Müller dabei einmal mehr nicht genug. Mit einer herausragenden Leistung war er ein Jahr zuvor mit 55,91 Kilometern unter den Besten weltweit gelandet.

Zwölf Monate später gelang ihm erneut im Meadows Park in Edinburgh eine ähnliche Leistung. Ganze 54,17 Kilometer dauerte es, bis Müller nach gut dreieinhalb Stunden vom virtuellen Catcher Car eingeholt wurde. Unter tausenden deutschen Startern wurde Müller somit drittbester Deutscher. Unter allen in Großbritannien gestarteten Läufern lief er sogar am weitesten. Weltweit erreichte der erfahrene Marathonläufer den 15. Gesamtplatz.

Insgesamt trugen die elf Teilnehmer der Roadrunners Südbaden 266 Kilometer bei und damit eine Spende in dreistelliger Höhe, berichtet der Verein in der Meldung abschließend.