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Gengenbach Klinikum: Grünes Licht für neue Nutzung

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Die Zukunft für den Klinikstandort Gengenbach scheint gesichert. Auch der Kreistag hat das Konzept gebilligt, das nach der Schließung des Akutkrankenhauses Ende 2018 dafür sorgen soll, dass die Räume weiter für die Gesundheitsversorgung im Ortenaukreis genutzt werden können. Foto: Ortenau-Klinikum

Gengenbach - Der Kreistag hat das Konzept zur künftigen Nutzung des Klinikums Gengenbach beschlossen. Unter anderem wird eine Außenstelle des Pflegeheims Ortenau eingerichtet. Der Plan für die Psychosomatik fiel durch.

Im Rahmen der Umstrukturierung des Ortenau-Klinikums soll der Klinikstandort Gengenbach ab dem dritten Quartal 2018 als Akutkrankenhaus aufgegeben werden. Die Kreisverwaltung und die Geschäftsführung des Klinikverbunds haben deshalb einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der dem Standort eine nachhaltige Zukunftsperspektive ermöglichen soll. Am Dienstag folgte der Kreistag der Empfehlung des Krankenhausausschusses und billigte das von der Verwaltung vorgeschlagene Bündel an Maßnahmen mehrheitlich.

So ist vorgesehen, ein Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) sowie ein stationäres Heimplatzangebot für beatmungspflichtige Kinder und Jugendliche mit 17 Plätzen einzurichten. Außerdem soll der Standort Gengenbach 45 Plätze des Pflege- und Betreuungsheims Ortenau für stationäre und Kurzzeitpflege übernehmen, die am Hauptstandort in Fußbach abgebaut werden müssen.

Zusätzlich soll in Zusammenarbeit mit dem Gengenbacher Pflegenetzwerk eine ambulant betreute Wohngruppe für Menschen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf im Klinikgebäude entstehen. Ob auch das Gesundheitsamt des Ortenaukreises am Standort Gengenbach angesiedelt werden kann, soll noch geprüft werden.

Auch der Kreistag hat sich nun gegen eine Zusammenlegung der aktuell auf die Standorte Lahr und Offenburg aufgeteilten Psychosomatischen Klinik am Standort Gengenbach ausgesprochen, die im Rahmen des Konzepts ebenfalls diskutiert worden war. Das Gremium folgte damit unter anderem einem Votum des Sozialministeriums. Dieses befürwortet zwar eine Bündelung an einem zentralen Standort grundsätzlich, fordert aber eine Anbindung an ein Akutkrankenhaus. Der Kreistag lehnte den Vorschlag nach Beratung mehrheitlich ab – 16 Mitglieder stimmten dafür, drei enthielten sich.

"Dass wir das Konzept heute auf den Weg bringen können, ist maßgeblich dem engen Schulterschluss mit Bürgermeister Erny zu verdanken", dankte Landrat Frank Scherer dem Gengenbacher Rathauschef.

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