Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort "wolfsabweisend zu gestalten". (Symbolfoto) Foto: Pixel-mixer/pixabay

Wolfsrüde mit der Bezeichnung GW852m am Werk. Herdenschutz sollte "wolfsabweisend" gestaltet werden.

Forbach - Eine Ziege, die am 6. Januar in der Gemeinde Forbach im Landkreis Rastatt gerissen wurde, geht auf das Konto eines Wolfs. Das teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) am Montag mit.

Die genetischen Untersuchungen des Senkenberg-Instituts belegen, "dass es sich dabei um den residenten Wolfsrüde mit der Bezeichnung GW852m handelt". Die Gemeinde Forbach gehört zum so genannten "Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald", in dem sich im nördlichen Teil der Wolfsrüde GW852m vor fast drei Jahren niedergelassen habe. In dem Fördergebiet unterstützt das Land Nutztierhalter bei der Finanzierung von Herdenschutzvorkehrungen.

Herdenschutz sollte "wolfsabweisend" gestaltet werden

Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort "wolfsabweisend zu gestalten". Im Fördergebiet Wolfsprävention erhalten Nutztierhalter bis zu 100 Prozent der Kosten für einen wolfssicheren Grundschutz ihrer Tiere erstattet. Bezuschusst werden unter anderem die Material- und Erstellungskosten wolfsabweisender Elektrozäune. Bei noch unzureichendem Herdenschutz stelle das Umweltministerium über die FVA kurzfristig Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 1,20 Meter Höhe bereit. Die Nutztierverbände sowie die Wildtierbeauftragten der Region seien über den Sachverhalt informiert.

Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden. Kontakt: E-Mail info@wildtiermonitoring.de und Telefon 0761/4018-274.

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