Staffelübergabe bei Mafac: Stefan Schaal (links) und Armand Oostendorp (rechts) treten als neue Inhaber und Geschäftsführer in die Fußstapfen von Joachim und Rainer Schwarz (Mitte, links und rechts). Letztere stehen dem Unternehmen weiterhin beratend zur Verfügung. Foto: Heiko Simayer

Seit 1. April hat das Unternehmen Mafac zwei neue Eigentümer: Die beiden Geschäftsführer Stefan Schaal und Armand Oostendorp haben das im Jahr 1968 gegründete Maschinenbauunternehmen von Joachim und Rainer Schwarz übernommen.

Alpirsbach - Die Firmenübergabe ist der letzte Schritt der Nachfolgeregelung, die die beiden ehemaligen Geschäftsführer und Eigentümer schon seit längerem geplant und stufenweise eingeleitet hatten, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Erster Schritt bereits 2019

Im ersten Schritt übergab Joachim Schwarz 2019 den Stab der technischen Geschäftsführung an Stefan Schaal. 2021 folgte Armand Oostendorp in die Geschäftsführung und übernahm von Rainer Schwarz die Leitung der Bereiche Marketing, Vertrieb, Customer Support und Produktmanagement.

Rainer Schwarz behielt bis 31. März die Bereiche Finanzen und Personal inne, welche fortan in den Händen von Stefan Schaal liegen. Mit dem Ausstieg von Rainer Schwarz aus der Geschäftsleitung erfolgte nun auch die Firmenübergabe an die beiden Nachfolger.

Solide aufgestellt

Der Wechsel findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Unternehmen solide aufgestellt, auf Wachstum und Effizienzsteigerung ausgerichtet und als führender Hersteller wässriger Teilereinigungssysteme positioniert ist, heißt es in der Mitteilung weiter.

An dieser Entwicklung nahmen die beiden neuen Firmeninhaber seit vielen Jahren teil. Stefan Schaal trat 2008 in die Entwicklungsabteilung von Mafac ein und lernte in der Verantwortung als Leiter Konstruktion und Entwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung die Produkt- und Maschinenentwicklung des Unternehmens intensiv kennen. Armand Oostendorp ist seit 2001 im Unternehmen tätig, zunächst in der Konstruktion und Projektierung, später im Produktmanagement. Dank seiner stationenreichen Laufbahn im Unternehmen verfügt er über grundlegende Markt- und Branchenkenntnisse in der wässrigen Teilereinigung.

Sowohl ihm als auch Stefan Schaal wurden über die Jahre wachsende Verantwortlichkeiten anvertraut, durch die sie sich für die neuen Aufgaben gut gewappnet sehen, so das Unternehmen weiter. Darüber hinaus werden sie weiterhin von den Söhnen des Firmengründers Ernst Schwarz unterstützt, die mit dem Unternehmen Mafac fest verbunden und als Berater erhalten bleiben. Dem neuen Geschäftsführer- und Inhaberduo obliegt es nun, Mafac in die nächste Dekade zu führen.

Treue zur Region

Gemeinsam mit der im Jahr 2017 gegründeten zweiten Führungsebene "GL plus" werde es einem Fünfjahresplan folgen und die Herausforderungen der Branche bearbeiten, so das Unternehmen. Themen wie Digitalisierung, steigende Material- und Energiekosten, Klimawandel und Fachkräftemangel bestimmten die kommenden Jahre. Auf diesem Weg werde das Unternehmen der Region treu bleiben und den Standort Alpirsbach durch Wachstum und vertrieblichen Ausbau sichern.

Neue Schwerpunkte

Darüber hinaus solle Mafac noch stärker mit seiner Anwendungsvielfalt als Partner für mittlere und größere Fertigungsunternehmen positioniert werden. Dabei werde das Unternehmen neue Schwerpunkte setzen und sich unabhängig vom Strukturwandel für die Zukunft breiter und sicherer aufstellen. Grundvoraussetzung hierfür sind laut Stefan Schaal die Steigerung der Innovationskraft und qualifizierte Mitarbeiter. "Als Technologieunternehmen in Familienhand steht Mafac für Vertrauen und Nachhaltigkeit. Diesem Anspruch möchten wir gegenüber unseren Mitarbeitern, Partnern und Kunden auch in Zukunft gerecht werden. Wir freuen uns, dieses stolze Erbe antreten zu dürfen und darauf, noch lange mit Joachim und Rainer Schwarz in beratender Form zusammenarbeiten zu können", erklärt er.

Wichtige Chance

Sein Geschäftsführerkollege Armand Oostendorp sieht in der zunehmenden Internationalisierung des mittelständischen Unternehmens eine wichtige Chance, um die Marktpotenziale zu erhöhen und existenzsichernde Wettbewerbsvorteile aufzubauen: "Wir wollen die Zukunft von Mafac als global agierendes Familienunternehmen langfristig sichern. Daher werden wir die kulturelle und personelle Vielfalt bei Mafac weiter fördern und unsere bisherigen Konzepte zur Mitarbeitergewinnung und -bindung ausbauen."