Pfarrerin Anna Manon Schimmel (links), einen Teil des Vorstands und der Vorsitzenden Heinz Walter (rechts). Foto: Verein

Die Generationen-Gemeinschaft feierte dieser Tage in Ichenheim ihr zehnjähriges Bestehen.

Auftakt der Feier war ein Gottesdienst in der evangelischen Auferstehungskirche in Ichenheim mit Pfarrerin Anna Manon Schimmel. Sie erinnerte an das Leben und Werk der Heiligen Elisabeth, die an diesem Tag ihren Namenstag hatte und viel Gutes für ihre Mitmenschen getan hat. Die Pfarrerin lobte die wertvolle Arbeit der Generationen-Gemeinschaft in der Gemeinde. Nach dem Gottesdienst lud der Verein im Gemeindehaus zu einem Sektempfang ein.

 

Der Vorsitzende der Generationen-Gemeinschaft, Heinz Walter, gab einen Rückblick. Bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts habe es im Dorf viel weniger ältere Menschen gegeben, die auf Hilfe von außen angewiesen waren, um in ihrem angestammten Wohnumfeld bleiben zu können oder um einer Vereinsamung zu entgehen. Und es gab noch viel mehr Angehörige vor Ort, die sich um die älteren Menschen gekümmert haben.

Die Initialzündung für die Vereinsgründung gehe auf Peter und Elfi Dilger zurück, die sich über die Bürgergemeinschaft Eichstetten und deren Projekte informiert hatten. Gemeinsam mit Armin Klein sorgten sie dafür, dass die Arbeit dieser Bürgergemeinschaft bei einem Abend im Gasthaus „Löwen“ im November 2013 vorgestellt wurde.

Generationen-Treff ist das Schaufenster des Vereins

Das Interesse an dem Thema: „Wie möchte ich im Alter leben? Was kann ich heute dafür tun?“ sei damals sehr groß gewesen. Aus diesem Abend sei die „Interessengemeinschaft Älterwerden“ entstanden. Diese habe 2014 in mehreren Sitzungen ausgelotet, ob es sinnvoll und möglich wäre, in Ichenheim ein ähnliches Angebot zu schaffen. Diese Vorarbeiten führten schließlich am 27. Januar 2015 zur Gründung des Vereins „Generationen-Gemeinschaft Ichenheim“ Die 22 Gründungsmitglieder verabschiedeten die Satzung des Vereins und wählten einen aus neun Personen bestehenden Vorstand. Bis zum Ende 2015 waren es bereits 50 Mitglieder.

Das Fest zum zehnjährigen Bestehen solle das Dankeschön des Vorstandsteams für diese Treue und Unterstützung sein. Heinz Walter lud dazu ein, sich aktiv an den Angeboten und der ehrenamtlichen Mitarbeit der Generationen-Gemeinschaft zu beteiligen.

Die Generationen-Gemeinschaft bietet als Nachbarschaftshilfe zum Beispiel Fahrdienste und Begleitung bei Arztbesuchen, zum Einkaufen oder bei Ausflügen an; Besuche in der Wohnung mit Gesprächen, Unterhaltung oder Spielen; Unterstützung bei der Haushaltsführung, aber auch Spaziergänge, Begleitung zu öffentlichen Veranstaltungen oder Gymnastikstunden und Hilfe beim Zeitung- und Bücherlesen.

Weitere Helfer willkommen

Von diesen Angeboten werden vor allem und regelmäßig Fahrdienste und Begleitung zu Arzt- oder Behandlungsterminen und zum Einkaufen nachgefragt sowie Spaziergänge und Besuche. Den Generationen-Treff, der alle zwei Wochen im Gemeindesaal stattfindet, bezeichnete der Vorsitzende als wichtigstes Angebot. Um die 20 Gäste besuchen den Treff regelmäßig, oft auch deutlich mehr. Der Treff biete die Möglichkeit, soziale Kontakte zu pflegen und aktiv zu bleiben. Der Treff sei auch das Schaufenster des Vereins.

Allerdings sei viel Arbeit und Engagement notwendig, um den Generationen-Treff anbieten und immer attraktiv gestalten zu können. Walter dankte den 15 Frauen, die sich dafür verlässlich und konstant engagieren. Mit einem gemeinsamen Essen der 60 Gäste klang die Jubiläumsfeier aus.

Mitglieder

Heute könne sich der Verein auf 82 Mitglieder stützen. Davon sind 49 Frauen und 33 Männer. 54 Mitglieder sind über 70 Jahre alt, neun unter 60 Jahre. Das jüngste Mitglied ist im Jahr 1973 geboren, die beiden ältesten 1934.