Der Schulsanitätsdienst präsentierte sich. Foto: Gudrun Gehr

Die achtjährige Bauperiode des Schulcampus ist nahezu abgeschlossen. Nun hatte das Lehrerteam der Friedrich-Ebert-Schule zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Einige Räume im Obergeschoß des Campus-Neubaus teilen sich die 430 Schüler der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule mit rund 80 Schülern der Johann-Peter-Hebel Förderschule. Ein Aufzug führt vom Haupteingang zugunsten der Inklusion der Schule in die obere Etage. Neu geöffnet ist die lichtdurchflutete, mit attraktivem Holzboden gestaltete Aula und die einladende Mensa, wo für Spitzenzeiten ein weiterer Raum verwendet werden kann. Schulrektorin Klaudia Droste-Acocella freute sich, den herbei strömenden Gästen das neugestaltete Schulgebäude präsentieren zu dürfen. Nicht nur das Gebäude wurde den Freunden, Eltern und angehenden Schülern der Gemeinschaftsschule vorgezeigt, auch die neugestaltete Homepage ging am gleichen Tag an den Start (www.fes-schopfheim.de).

 

Nach der Türöffnung zum Besichtigungstermin dauerte es für die Besucher eine kurze Weile, bis sie von den fünf Teams der Schüler-Scouts in die jeweilige Gruppe der Besichtigung eingeteilt werden konnten. Dann machten sich die Besuchergruppen von jeweils rund 20 Personen mit ihren jeweiligen Führern auf, um das Konzept der Schule, dessen Profil und das Leben in der Schulgemeinschaft kennenzulernen.

Wie funktioniert der Schulalltag?

Die Lehrer samt Schüler hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, vorzuzeigen, wie der Schulalltag funktioniert. Die Führungen erfolgten durch das neugestaltete Schulhaus samt Neubau, neuem Mittelbau und saniertem Altbau. Die Schüler durften nach erfolgreicher Mitmachaktion ihren Stickersammler mit Stempeln füllen, wobei ab dem vierten Stempel eine Belohnung erfolgte. Die Schüler-Scouts waren sämtlich kompetent - deutlich war zu spüren, dass sich die beiden für ihre Schule engagieren. Zuerst ging es zum Bio-Raum, wo einige Experimente ermöglicht wurden. Durch das Aufsichtsteam wurde den Kindern die Beobachtung von Fliegenbeinen oder weiteren Körpern aus dem Mikroskop-Set ermöglicht. Auch konnten hier Reaktionstests erfolgen, wie schnell - oder langsam - ein fallender Gegenstand von der Testperson ergriffen werden kann. Im Physikraum wartete Physiklehrer Oliver Jauchmann auf seine kleinen Gäste mit einigen Tests. So schwamm eine Cola-Dose mit einem niedrigeren Zuckergehalt höher, als eine Dose mit höherem Gehalt. Ein bis zum Rand gefülltes Wasserglas mit Deckel wurde auf ein „Versuchskaninchen“ gestülpt. Der mutige Schüler wurde dank des herrschenden Luftdruckes nicht platschnass und ging trocken und lächelnd aus dem Experiment. Wie sich ein Schokokuss unter Luftentzug aufplustert - oder unter Luftzuführung wieder zum leckeren Snack wird, wurde ebenfalls gezeigt.

Sportliche Spiele in der neuen Aula

Die nagelneue Aula mit den beiden noch nicht fertiggestellten Zugängen in die Pausenhöfe wurde für sportliche Spiele umfunktioniert, so konnten sich die Kids nach Herzenslust im Geschicklichkeitsparcours messen, die Benutzung eines Skate-Boards konnte einstudiert werden, oder zielgenaue Ballwürfe auf Netze wurden geprobt.

Waschmittel aus Kastanien hergestellt

Schulsozialarbeiter Thomas Haug und seine beiden Kolleginnen hatten an einem Stand die Arbeiten der „Naturwerker“ und der „Nichts wie raus“-Jungengruppen präsentiert. Mit einer Kaffeemühle, die freundlicherweise die Oma einer Schülers zur Verfügung gestellt hatte, wurden Kastanien zu Mehl vermahlt, um den Reinigungsstoff Saponin für Seife oder Waschmittel zu gewinnen. Verpackt wurde das selbstgewonnene Bio-Waschmittel in Boxen aus Stauden-Knöterich.

Ferner zeigte sich ein Info-Stand mit Medienpräsentationen zur Drogen- oder Alkoholprävention in Zusammenarbeit mit der Villa Schöpflin in Lörrach. Im Technik-Raum herrschte großer Andrang, was seine Beliebtheit dokumentierte.

Peter Held als Werklehrer zeigte die Ausstellungsstücke seiner Prüflinge, darunter das Modell eines kühl- und beleuchtbaren Eisbären-Geheges des Wilhelma-Tierparks Stuttgart. Modelle einer Pistenraupe und eines Wasserbootes, das gleichzeitig als Ventilator benutzt werden kann, begeisterten Kinder und Eltern. Beispielsweise durften hier die kleinen Gäste erstmals die Funktion eines modernen Lötkolbens ausprobieren.

Im Kunstraum waren die Werke der Schüler mit Radierungen, Drucktechniken, Fotografien, Fadengrafiken oder Spin-Art-Werken ausgestellt. Von den Kindern konnten sie unter fachkundiger Anleitung nachgearbeitet werden.

Auf dem Flur des Schulhauses präsentierten sich Info-Möglichkeiten durch Lehrer, hier wurde zu verschiedenen Fragen des jeweiligen Schulniveaus beraten. Ein Line-Dance-Workshop wie auch ein Crashkurs des Schulsanitätsdienstes konnte besucht werden.

Im Schulcafé wartete die Verpflegung mit selbst gebackenen Kuchen und Getränken.