Einen großen Bahnhof für eine Frau mit großem Herz, gab es am Mittwochnachmittag in der neuen Mensa der Gemeinschaftsschule im Gäu.
Da wurde nämlich die langjährige, kommissarisch tätige Schulleiterin Stefanie Rohleder nun offiziell in das Amt der Rektorin eingesetzt. Für den großen Bahnhof hatte insbesondere der Lehrkörper gesorgt, für ihr großes Herz die neue Rektorin selbst.
Denn Eines wurde an diesem Nachmittag mehr als deutlich: In den zwölf Jahren, die Rohleder an der Schule tätig ist, hat sie sich durch ihr Auftreten, ihr Wesen und ihre Arbeit bei Schülerinnen und Schülern, ihrem Lehrerkollegium, aber auch bei den Eltern einen Namen geschaffen, der bei der „GiG“ in Ergenzingen nicht mehr wegzudenken ist.
Den Reigen der Redner eröffnete Martin Fouqé, Leiter des staatlichen Schulamtes Tübingen, das Rohleder dafür dankte, dass sie Verantwortung übernommen habe. Er kenne die Pädagogin als sehr reflektiert, als eine Frau mit einem guten Maß an Einfühlungsvermögen, zudem ausgestattet mit dem Bedürfnis, mit Menschen in Kontakt zu treten.
Schule bestehe aus Menschen mit Zielen und Ideen
Schule bestehe aus Menschen, die Ziele und Ideen hätten. Gut sei daher auf jeden Fall, dass sie die Kompetenz dafür bereits mitbringe. In Ergenzingen habe sich mittlerweile ein gutes Team entwickelt und er wünsche sich, dass dieses auch weiterhin die Rektorin mittrage und diese unterstütze.
Ortsvorsteher Timo Wachendorfer richtete Grüße seines Schwagers aus, der einmal Schüler bei Rohleder war. Dieser habe nur Positives über sie berichtet. Der Schulträger könne jedenfalls stolz auf die Ergenzinger Schule sein, Allerdings, auch das räumte Wachendorfer ein, dürften die Schülerzahlen durchaus etwas höher sein, daran gelte es, zu arbeiten.
Rottenburgs OB Stephan Neher, der wieder einmal seinen Dauerslogan „mur das Beste für Ergenzingen“ verwendete, freute sich darüber, dass nach dem langjährigen Rektor Klaus Maier nun wieder einmal eine Rottenburgerin diese Schule als Rektorin leite. Auch er streifte kurz die Zukunft und meinte: „Jetzt kommen die starken Jahrgänge, da gelte es für die Gemeinschaftsschule im Gäu zu werben“. Viele Länder hätten mittlerweile Arbeitslose mit Abitur, darum sei es für junge Menschen schon überlegenswert, ob der Weg in die Zukunft nicht auch über die Gemeinschaftsschule führen könne.
Die Herren Schütz und Bütger vom Lehrkörper entführten „ihre Steffi“ dann auf die hohe See und erinnerten an die stürmischen Zeiten, in denen ein Kapitän fehlte, bis Rohleder dann einsprang. Mit dem Versprechen, dass die „Steffi“ niemals sagen werde, man habe sie nicht unterstützt, schlossen sie ihre Ausführungen.
Dass die Ergenzinger Gemeinschaftsschule eine besondere ist, stellte eine junge Künstlerin, die nicht genannt werden möchte unter Beweis. Unter großem Beifall wurden die Bilder kurz vorgestellt, bevor Rohleder auch noch zur „Königin der Herzen“ ernannt wurde.
„Steffi bleib bei uns“, schallte es durch die Mensa
Damit nicht genug, denn der Lehrkörper sorgte auch noch für Chorgesang und Steffi bleib bei uns, schallte es durch die Mensa. Nach den Dankesworten von Naziktere Ajdini (Schülersprecherin) und F. Akdag (Elternbeiratsvorsitzende) kam schließlich auch Stefanie Rohleder zu Wort. „Ich bin immer noch da“, sagte sie und dankte Allen, die sich am bunten Nachmittagsprogramm eingebracht und mitgewirkt hatten.