Der Weiler Rat bekräftigt seinen Willen, mehr mit der Nachbarstadt Lörrach zu kooperieren.
Gesprächsbedarf gab es in der Gemeinderatssitzung am Dienstag einmal mehr über die erwünschte „Willensbekundung“ zur weiteren Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Lörrach im Rahmen eines Oberzentrums.
Der Gemeinderat war aufgefordert, sich mit einem Beschluss hinter die bisherige Zusammenarbeit zu stellen und diese in Zukunft sogar noch weiter zu verstärken. Einstimmig kam der Rat dem Wunsch der Stadtverwaltung nach.
Verwaltungsprozesse werden optimiert
Zur Begründung hatte diese angeführt, dass eine verstärkte Zusammenarbeit der Städte Weil am Rhein und Lörrach nicht nur eine Optimierung der Verwaltungsprozesse und eine effizientere Ressourcennutzung bedeute, sondern auch die Lebensqualität der Bürger steigern könne. Die Qualität von Dienstleistungen könne erhöht, innovative Lösungen schneller umgesetzt werden.
Als konkrete Beispiele führte Oberbürgermeisterin Diana Stöcker die gemeinsame Kampagne gegen Müll auf, die außer Weil und Lörrach auch die Städte Schopfheim Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen umfasse.
Ein weiteres, gspeziell Weil-Lörracher Projekt sei die neue Badeordnung, die, obwohl in Lörrach der Stadtrat und in Weil ein Aufsichtsrat habe entscheiden müssen, relativ schnell über die Bühne gegangen sei. Eine engere Zusammenarbeit ist künftig bei der Tigermückenbekämpfung, der gemeinsamen Anschaffung von Reinigungs- und Kamerafahrzeugen für die Abwasserbeseitigung sowie im Bereich Cybersicherheit geplant, heißt es.
Stadträte pochen auf mehr Mitwirkung
Es habe schon lange keine gemeinsame Sitzung mehr gegeben, merkte UFW-Fraktionssprecher Eugen Katzenstein an, der das Vorhaben im Namen seiner Fraktion grundsätzlich begrüßte. Ulrike Fröhlich (Grüne) betonte die Wichtigkeit des Austauschs, auch zwischen den Stadträten. Dem schloss sich Matthias Dirrigl für die SPD-Fraktion an. Gespräche fänden regelmäßig im Viererformat von Verwaltungsspitze zu Verwaltungsspitze statt, erläuterte Stöcker dazu.
„In die Öffentlichkeit tragen“
Axel Schiffmann (UFW) machte abschließend ein weiteres Mal deutlich, wie wichtig es sei, dass diese in der Bevölkerung weitgehend unbekannte Zusammenarbeit in die Öffentlichkeit getragen werde. Bekannt sei zwar, dass es eine „gewisse Hassliebe“ zwischen den beiden Städten gebe, weniger aber, was konkret hinter dem „gemeinsamen Oberzentrum“ stecke.