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Haushalt des Gemeindeverwaltungsverbands /

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die kommunalen Haushalte aus. Der Plan für den Gemeindeverwaltungsverband der Raumschaft sieht nur das Allernötigste vor.

Raumschaft Triberg. Nur das Allernötigste habe man in den Haushalt 2021 des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) aufgenommen, da ja alle drei Kommunen derzeit nicht mit finanziellem Überfluss gesegnet seien – was durchaus auch auf die Pandemie und ihre Auswirkungen zurückzuführen sei, schickte der Verbandsvorsitzende, Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel der kurzen Haushaltsvorstellung voraus.

Die Einnahmen kommen von den Teilgemeinden

Kurz verlas er eine Mitteilung von Oliver Kiefer, Schulleiter des Schwarzwald-Gymnasiums: Dieser danke dem Träger für die hervorragende Unterstützung; das "Fernlernen" der Schüler sei durch die hervorragende Ausstattung mit digitalen Endgeräten und einer ausgezeichneten Breitband-Verbindung seitens des GVV unterstützt worden, die Schule sei damit bestens versorgt gewesen.

Ordentlichen Erträgen aus dem gemeinsamen Haushalt der drei Partner im GVV in Höhe von rund 2,32 Millionen Euro stehe ein ebenso hoher Betrag an Aufwendungen gegenüber. Dieser deckt die Ausgaben der gemeinsamen Schulen (Schwarzwald-Gymnasium und Realschule), den Gemeindevollzugs- und Vollstreckungsdienst, die Aufgaben des Flächennutzungsplans, die Übernahme der Abwässer der drei Gemeinden und die Reinigung derselben in der Verbandskläranlage sowie die Entsorgung von Kleinkläranlagen und geschlossenen Gruben, vieles davon ist für den Bürger wiederum gebührenpflichtig.

Die Einnahmen werden im Wesentlichen aber durch Umlagen bei den Teilgemeinden generiert. So bezahlt Triberg eine Gesamtumlage von rund 838 350 Euro, Schonach gut 664 000 Euro und Schönwald als kleinste Gemeinde 387 700 Euro, zusammen sind das gut 1,89 Millionen Euro. Zu erwirtschaften sind auch die Abschreibungen in Höhe von rund 338 000 Euro, dazu kommen Personalaufwendungen in Höhe von 748 100 Euro – bei sinkenden Abwasserabgaben von 70 000 Euro (Vorjahr 90 000). Es sinken auch die Unterhaltsaufwendungen auf 171 000 nach zuvor 200 000 Euro. Im Finanzhaushalt steigt die Investitionssumme auf 530 000 Euro unter anderem wegen des Baus einer neuen Speicheranlage für das Niederdruck-Gassystems.

Aktuelle Bilanzsumme gleich zum Vorjahr

Die bisherige "allgemeine Rücklage" gibt es bei der "doppischen" Haushaltsführung nicht mehr. Vorhandene Rücklagen bestehen als liquide Mittel aber dennoch weiter, derzeit in Höhe von rund 722 600 Euro.

Wesentlicher Bestandteil der Doppik, des "Neuen Kommunalen Haushaltsrechts", stellt neben dem Ergebnis- und Finanzhaushalt auch die Bilanz dar, in diesem Fall die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2020, die das kommunale Vermögen wie die Schulden darstellt.

Die Triberger Kämmerin Christin Rinnus stellte diese Eröffnungsbilanz vor. Sie umfasst ein Eigenkapital in Höhe von rund 3,65 Millionen Euro bei Verbindlichkeiten in Höhe von rund 698 000 Euro. Die Bilanzsumme liegt somit bei 4,38 Millionen Euro. Die aktuellen Zahlen lägen adäquat zum Vorjahr.

"Die Abschreibungen müssen erwirtschaftet werden, in den Folgejahren können sie als Investitionen eingesetzt werden", erklärte dazu Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel. Sein Schonacher Amtskollege Jörg Frey ergänzte, dass man dazu leider genötigt werde, den ersten Abschreibungslauf durchzuführen.

Die Beschlüsse zum Haushalt und zur Eröffnungsbilanz fielen dann jeweils einstimmig aus.

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