Der Gemeinderat hat den Bewirtschaftungsplan für den Gemeindewald 2026 beschlossen. Für 2025 fällt die Bilanz positiv aus.
Ein Rückblick auf die Forstjahre 2024 und 2025 sowie ein Ausblick auf den Bewirtschaftungsplan des Gemeindewalds für 2026 gaben Forstrevierleiter Markus Schätzle und Mario Herz, Leiter des Forstbezirks Wolfach, dem Gemeinderat. Dabei hatten sie einige gute Nachrichten zu verkünden, sprachen aber auch über Herausforderungen.
2025 wurden bislang 5630 Festmeter eingeschlagen, das sind 87 Prozent des Plans von 6500 Festmetern. Herz geht davon aus, dass der Plan erfüllt wird. Erfreulich: Nur wenig Schadholz fiel an – 280 Festmeter wegen Käfer, Sturm und Trockenheit. Das entspricht fünf Prozent, 2018/19 waren es über 20 Prozent. Weitergeführt wurden Ausgleichsmaßnahmen von E-Werk und Badenova sowie das Naturschutzfond-Projekt am Gütschkopf für die Windräder auf dem Hohenlochen.
Zahlreiche Führungen und Fortbildungen
Zudem gab es zahlreiche Führungen, Waldpädagogik und Fortbildungen. Schätzle berichtete von einem Auerwildpflegeprojekt mit der vierten Klasse der Grundschule Wolftal und der Beteiligung am Sommerferienprogramm. „Die junge Generation muss mitgenommen werden“, betonte er.Daueraufgabe bleibt die Pflege von Waldwegen und Böschungen. „Viele Kilometer sind zu unterhalten, wir kommen kaum rum“, so Schätzle. Am Gewässerrand im Grünach wurde ein Weidenstock entfernt – solche Arbeiten nehmen zu, da viele Grundstücksbesitzer sie nicht mehr leisten können. Bei der Pflanzaktion „Mein Schwarzwaldbaum“ an der Hofhalde wurden rund 600 Bäume gesetzt, vor allem Zedern, da Douglasien im Klimawandel an Grenzen stoßen.
Die Prognose für das Betriebsergebnis 2025 liegt bei 223 000 Euro, geplant waren 234 200 Euro. Grund sind höhere Unternehmerkosten, erklärte Herz. Auch 2024 blieb mit 56 113 Euro deutlich unter dem Soll von 141 200 Euro, uter anderem weil die Ausgleichsflächen des E-Werks noch nicht abgeschlossen und abgerechnet sind. Herz kündigte an, dass die Forsteinrichtung 2026 bis 2035, der Zehnjahresplan für die Waldbewirtschaftung, in Arbeit ist. Für 2026 sieht der Hiebsplan 7000 Festmeter vor: 2800 im Königswald (Pflegemaßnahmen für E-Werk und Badenova) und 4200 im Frohnbach auf einer Fläche über 45 Hektar. Außerdem stehen Instandsetzung und Ausbau von Maschinenwegen im Frohnbach an. Die Gemeinde hat oberhalb des Besucherbergwerkes neun Hektar Wald erworben. „Die Wege sind für moderne Maschinen nicht geeignet“, erklärte Schätzle. Geplant sind auch die Fortsetzung der Auerwildpflege, Pflanzungen von insgesamt 600 Bäumen unter anderem an der Hofhalde und am Spinnerberg sowie die Pflege verjüngter Wälder. Beschädigte Bäume müssen abgesägt werden, damit sie gerade weiterwachsen.
Finanzplan 2026
Der Finanzplan 2026 rechnet mit einem Plus von 220 400 Euro. Es wird mit Erträgen über 776 600 Euro gerechnet, davon 630 000 Euro aus Holzerlösen. „Der Holzmarkt ist stabil“, so Herz. Die Aufwendungen betragen insgesamt 552 200 Euro, die sich größtenteils aus Kosten für Unternehmer (220 000 Euro) und Personal (189 000 Euro) zusammen setzen. Ohne Unternehmer sei die Arbeit nicht zu schaffen, erklärte Schätzle. Ziel bleibt die Besetzung einer Meisterstelle – ein Mitarbeiter möchte den Meister machen. Herz betonte, dass Waldumbaumaßnahmen im Zuge des Klimawandels ein Schwerpunkt bleiben. 2025 war ein gutes Jahr für den Wald, doch Trockenjahre werden häufiger. Der Oberwolfacher Gemeinderat stimmte dem Bewirtschaftungsplan einstimmig zu.