Waren die Sitze zuvor 50:50 verteilt, entfallen auf die Liste Zukunft Winterlingen nun zehn, auf die Bürgerliste Winterlingen acht Sitze (Symbolfoto). Foto: dpa/Patrick Seeger

Einige Änderungen haben sich im Winterlinger Gemeinderat ergeben: Knapp die Hälfte der Sitze werden neu vergeben, künftig sitzen drei Frauen statt einer im Gremium und die Bürgerliste ist mit einem Kandidaten weniger vertreten.

Im Gemeinderat Winterlingen sind die Karten nach dieser Kommunalwahl neu gemischt worden: Acht der bisherigen Ratsmitglieder werden im neuen Gremium nicht mehr vertreten sein. Das heißt: Fast die Hälfte der Sitze wird neu besetzt.

 

In diesem Punkt schenkt keine Liste der anderen etwas – auf beide Listen entfallen jeweils vier Neulinge. Für die Liste Zukunft Winterlingen sind dies Marco Räffle, Luca Belz, Benedikt Kromer und Christine Hotz; für die Bürgerliste Winterlingen Thomas Fauler, Sebastian Pfaff, Annika Rieber und Ralf Witt. Zudem kristallisiert sich heraus, dass Isabelle Grüner-Blatt (Zukunft Winterlingen) nicht länger die einzige Frau im Gemeinderat wie auch in ihrer Fraktion sein wird.

Zukunft Winterlingen hat die meisten jungen Neuzugänge

Die meisten jungen Neuzugänge kann die Liste Zukunft Winterlingen für sich verbuchen – wobei Bauleiter Luca Belz mit 25 Jahren generell das jüngste Ratsmitglied sein wird; dicht gefolgt von Elektroniker Benedikt Kromer mit 26 und Landwirtin Christine Hotz mit 28 Jahren.

Die Bürgerliste Winterlingen zählt unter ihren gewählten Kandidaten hingegen keinen einzigen unter 35 Jahren. Der Jüngste unter ihnen ist Verkaufsleiter Dirk Sieber mit 37 Jahren, gefolgt von Hebamme Annika Rieber und Bauleiter Sebastian Pfaff, beide jeweils 38 Jahre alt.

Von den bisherigen Ratsmitgliedern werden sich acht im neuen Gremium nicht wiederfinden – wobei die Bürgerliste mit fünf Abgängen am meisten Federn lassen muss.

Dass Ewald Hoffmann (Zukunft Winterlingen) nicht mehr dabei sein wird, ist dabei wenig überraschend; Anfang Mai hat er sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde Schwenningen angetreten und bereits vorab angekündigt, dass er sich nach den Kommunalwahlen aus dem Gemeinderat Winterlingen sowie dem Ortschaftsrat Benzingen zurückziehen wird.

Hat sich die Windkraft-Debatte auch im Wahlergebnis widergespiegelt?

Angetreten, aber nicht wieder gewählt wurden Dietmar Abt (Zukunft Winterlingen) und Raphael Kleiner. Nicht geschafft hat es auch Tania Maier (Zukunft Winterlingen), die Hauptamtsleiterin in Bitz ist – ein Umstand, der möglicherweise dem Streit um die geplanten Windkrafträder geschuldet ist: Die Winterlinger sind nämlich mehrheitlich dafür, die Bitzer mehrheitlich dagegen.

Von 4958 wahlberechtigten Winterlingern haben 3168 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht; das entspricht einer Wahlbeteiligung von 63,9 Prozent. Mit insgesamt 27 244 respektive 56,1 Prozent der Stimmen liegt die Liste Zukunft Winterlingen vorne. Die Bürgerliste Winterlingen vereint 21 328 Stimmen auf sich, was einem Anteil von 43,9 Prozent entspricht.

Damit verändert sich auch die Sitzverteilung, die bei der Kommunalwahl 2019 zu gleichen Teilen auf beide Listen entfallen ist: Der Liste Zukunft Winterlingen fallen zehn von 18 Sitzen zu, die Bürgerliste Winterlingen erhält acht Sitze.