Einstimmig machte der Wildberger Gemeinderat den Weg frei für die erste Änderung des Bebauungsplans „Dorfwiesen“.
Hintergrund der jetzt beschlossenen Bebauungsplan-Änderung ist es, für die Deckung des vorhandenen Bedarfs an Wohnbauflächen ein Angebot zu schaffen. Und das unter Nutzung der bereits vorhandenen Erschließungssituation. Erklärtes Ziel von Verwaltung und Gemeinderat ist es, die wohnbauliche Innenentwicklung in den Fokus zu nehmen.
Untersuchung von Entwicklungspotenzialen
Deshalb wurden im Wildberger Stadtgebiet vorhandene Entwicklungspotenziale in Verbindung mit bestehenden städtebaulichen Strukturen untersucht. Das aktuelle Plangebiet in Schönbronn stellt dabei mit der vorhandenen Wendesituation an der Dorfwiesenstraße eine solche bereits erschlossene Bestandssituation dar, die durch eine kleinteilige wohnbauliche Entwicklung realisiert werden kann. Das betreffende Grundstück in städtischem Eigentum liegt planungsrechtlich im Bereich des Bestandsbebauungsplans „Dorfwiesen“ aus dem Jahr 1975, mit dem seinerzeit ein allgemeines Wohngebiet festgesetzt wurde.
„Das ist ein relativ überschaubares Baugebiet, in dem wir uns noch mal zwei Bauplätze aus den Rippen geschnitten haben“, erklärte Till Brieger aus dem Fachgebiet Planen und Bauen im Rathaus. Das betroffene Grundstück umfasst gerade mal eine Fläche von 0,14 Hektar am Schönbronner Ortsrand.
Klein hin oder her: Für die Änderung des Bebauungsplanes musste trotz allem das komplette Prozedere absolviert werden - von der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange über den Umweltbericht bis hin zur artenschutzrechtlichen Beurteilung. Und damit nicht genug – final wurden auch noch Geräusch- und Geruchsimmissionen geprüft. „Da liegt alles im Normbereich und wir sind auf der rechtlich sicheren Seite“, erläuterte Till Brieger.
Planungskosten von 20 000 Euro
Die Planungskosten für den Bebauungsplan belaufen sich insgesamt auf rund 20 000 Euro, wobei die die Kosten der Erschließung derzeit teilweise noch unbekannt sind. Nach Einschätzung der Verwaltung ist zumindest ein nahe gelegener Anschluss an die bestehenden Wasser- und Abwasserleitungen möglich. Die Verfügbarkeit und die Kosten der Versorgung des Gebiets mit Telekommunikationsdiensten und Strom sind im weiteren Verfahren final zu klären. Eine Refinanzierung der Gesamtmaßnahme sei in jedem Fall über die anschließende Vermarktung der beiden Baugrundstücke sichergestellt.
Gemeinderat Siegfried Herter (CDU) fand es erfreulich, „dass wir in Schönbronn wieder zwei Bauplätze bekommen“. Einen Wermutstropfen bildete in seinen Augen allerdings der damit verbundene „enorme Aufwand“.