Selbst an Verstorbene hat die Gemeinde Weilen unter der Rinnen nichts mehr zu vergeben.
Der Gemeinderat hat sich mit der Friedhofssatzung beschäftigt. Endgültige Beschlüsse werden aber erst im Juli gefasst.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass der Friedhof Thema im Gemeinderat war: Vor zwei Jahren schon wurden höhere Gebühren beschlossen.
Deshalb hakte in der jüngsten Sitzung Andreas Schäf nach, weshalb nun erneut die Sätze auf den Prüfstand kommen sollen. Große Investitionen habe es in der Vergangenheit schließlich nicht gegeben, wunderte er sich.
Bestatter bezeichnet bisherige Gebühren als „unrealistisch“
Bürgermeister Silke Edele nannte als einen Grund, dass Kosten für das neue Rasenurnengrabfeld anfallen würden. Außerdem wolle der von der Gemeinde beauftragte Bestatter die Preise für seine Dienstleistungen um 11,7 Prozent erhöhen. Der Bestatter habe die Gebühren, die die Gemeinde derzeit verlange, als „unrealistisch“ bezeichnet.
Edele versicherte aber: „Wir kalkulieren nach bestem Wissen und Gewissen.“ Eine Verdoppelung der Gebühren schloss die Bürgermeisterin aus. Gleichwohl sei aber die Zeit der Geschenke vorbei.
Hausaufgaben für die Gemeinderäte
Über die Höhe des Kostendeckungsgrades und der künftigen Gebühren wurden in der jüngsten Sitzung noch keine Beschlüsse gefasst. Die Gemeinderäte bekamen einen ganzen Pack an Vorschlägen zum überdenken. Am 10. Juli sollen sie einen Knopf an die Sache machen.
Auf dem Friedhof in Weilen gibt es 420 Grabstellen. Erdbestattungen finden so gut wie keine mehr statt. Schon vor längerer Zeit wurden Grabkammern eingeführt.
Mit den neuen Gebühren soll die gesamte Friedhofssatzung aktualisiert werden. Diese ist laut Bürgermeisterin „nicht auf unsere örtlichen Begebenheiten angepasst“. Ein Beschlussvorschlag lautet, die Ruhezeit bei Wahlgräbern von 40 auf 25 Jahre zu reduzieren.