Die Vöhrenbacher Stadtverwaltung geht davon aus, dass im Durchschnitt 90 Prozent der Kinder über drei Jahre den Kindergarten besuchen werden.Foto: JenkoAtaman_AdobeStock Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Gremium beschließt Bedarfsplanung für Kindergartenplätze im kommenden Jahr

Beschlossen wurde für Vöhrenbach im Gemeinderat die Bedarfsplanung für die Kindergartenplätze im kommenden Kindergartenjahr 2021/2022. Dabei ergaben sich keine wesentlichen Änderungen.

Vöhrenbach. Zuerst einmal informierte Hauptamtsleiterin Angela Klein über die aktuelle Situation in den Vöhrenbacher Kindergärten sowohl von den verschiedenen Angeboten wie auch von der Belegung. Aufgrund der Kinderzahl wurde dann auch der mögliche Bedarf für die nächsten vier Jahre berechnet, wobei man davon ausgeht, dass im Durchschnitt 90 Prozent der Kinder über drei Jahre den Kindergarten besuchen werden.

Prognose bei Kleinkindern schwierig

Die Zahl der Kinder im entsprechenden Alter in Vöhrenbach beträgt im kommenden Kindergartenjahr 102 und steigt dann für zwei Jahre auf 111. In Hammereisenbach und Urach steigt die Zahl der Kinder im Kindergartenalter von 26 auf 32 in den kommenden vier Jahren. Aus diesen Zahlen berechnet man für das kommende Jahr für Vöhrenbach einen Bedarf von 92 Plätzen und für Hammereisenbach von 23 Plätzen.

Dazu kommen dann noch die Plätze für die Kleinkinder. Hier ist aber eine Prognose schwierig, da die Kinderzahl deutlich schwankt, beispielsweise dieses Jahr bis drei Jahre 99 Kleinkinder in ganz Vöhrenbach, im vergangenen Jahr waren es 136. Und eine Prognose der Kinderzahlen also Geburten ist nicht möglich.

Dabei geht man davon aus, dass etwa ein Drittel der Kleinkinder das Angebot der Kleinkindbetreuung wahrnehmen. Aufgrund der Erhebungen und Berechnungen kalkuliert man jetzt, dass die Belegung sich nicht wesentlich ändern wird. Im laufenden Kindergartenjahr hatte man 24 freie Plätze, für das kommende Kindergartenjahr rechnet man mit zwölf freien Plätzen.

In den folgenden Jahren steigen zwar die Kinderzahlen im Bereich Ü3, aber auch die Zahl der Schulanfänger steigt, so das auch wieder entsprechend Plätze frei werden. Allerdings muss man auch mit weiteren Bedarf rechnen, wenn beispielsweise das Baugebiet am Kosbach realisiert wird. Daher sollte man überlegen, welchen Gebäude und auch unter welcher Trägerschaft weitere Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden könnten.

Umsetzung von Ruheräumen schwierig

Die für Hammereisenbach angedachte Gruppenänderung in zwei altersgemischte Gruppen wurde aufgrund eines Personalwechsels in der Kindergartengeschäftsführung nicht umgesetzt. Auch gestaltete es sich schwierig, die geforderten Ruheräume für die Kleinkinder umzusetzen, um eine neue Betriebserlaubnis erhalten.

Eltern kommen mit Zeiten gut zurecht

Inzwischen kommen die Eltern mit den bestehenden Kindergartenzeiten gut zurecht, so die Kindergartenleiterin. Unter anderem auch durch so genanntes "Platzsharing" bei den Kleinkindern. Dabei können Plätze durch Terminabsprachen mehrfach besetzt werden. Wie schon bei der vergangenen Kindergartenbedarfsplanung sind im Kindergarten St. Martin Vöhrenbach 116 Plätze vorgesehen, davon 20 für Kleinkinder in zwei Krippengruppen.

In St. Johannes Hammereisenbach sind es insgesamt 37 Plätze, davon fünf Plätze für Kinder unter drei Jahren, die gemeinsam mit den anderen in den altersgemischten Gruppen betreut werden. Insbesondere im Hinblick auf die Betreuung von Kleinkindern soll das "Platzsharing" in beiden Kindergärten ermöglicht werden. Die Entwicklung der Elternbeiträge für den Kindergarten ist im Moment noch nicht geklärt.

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