Ein Blick in das neue Bürgerbüro: Im Vordergrund (rechts) der Bereich Tourismus und die beiden Arbeitsplätze (links) für das Bürgerbüro.(Visualisierung) Foto: Büromöbel Leik

Damit die Rathaussanierung in Vöhrenbach nicht ins Stocken gerät, darf Heiko Wehrle die Aufträge im Sommer selbst erteilen. Es geht um knapp 240 000 Euro. Nicht alle Ratsmitglieder befürworten dieses Vorgehen.

In der letzten Sitzung des bisherigen Gemeinderats ging es noch einmal um die Rathaussanierung. Der Bürgermeister erhielt den Auftrag, die Elektroarbeiten zu vergeben. Zudem wurde vor allem die Ausstattung und Möblierung für das neue Bürgerbüro beschlossen.

 

Im Zug der Rathaussanierung sind auch Elektroarbeiten geplant. Dabei geht es um Stromverteilung, Aufzugssteuerung, Sprechanlagen, elektrische Türsteuerung und elektrische Umbauten wegen der Verlegung der EDV-Zentrale. Dazu kommt die gesamte Elektroinstallation, Beleuchtung und Internet-Anbindung für das neue Bürgerbüro.

Neue Brandmeldeanlage

Ebenso muss eine neue Brandmeldeanlage installiert werden, die bisherige kann nicht mehr repariert werden. Vorgesehen sind für die Elektroarbeiten 105 000 Euro, Beleuchtung für 60 000 Euro und Brandmeldeanlage mit 72 000 Euro. Die Ausschreibung erfolgte verspätet, weil das Leistungsverzeichnis der Stadt erst verspätet zur Verfügung stand.

Da die Submission erst direkt vor den Sommerferien erfolgen kann, könnte der Gemeinderat die Vergabe erst Mitte September vornehmen. Daher schlug die Verwaltung dem Rat vor, Bürgermeister Heiko Wehrle die Genehmigung zu erteilen, bis zur geplanten Vergabesumme von 237 000 Euro die Arbeiten im Sommer zu vergeben, um keine Zeit zu verlieren, und dies im September durch den Gemeinderat zu bestätigen.

Kritisch angemerkt vom Rat wurde, dass eigentlich der Bürgermeister nur maximal 10 000 Euro vergeben darf. Doch dies sei eine einmalige Ausnahme, so Wehrle, um nicht mit den Arbeiten in Verzug zu kommen. Eine Beratung im Umlaufverfahren wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Damit erhielt Wehrle diesen Auftrag, allerdings bei drei Enthaltungen.

Mehr Platz im Bürgerbüro

Weiter ging es um die Möblierung für das neue Bürgerbüro, das deutlich größer künftig rechts vom Haupteingang zu finden sein wird. Bisher mussten Besucher im Flur auf die Beratung warten. Nun wurde direkt beim Eingang ein Warteraum mit Sitzgelegenheiten und Kinder-Spielecke eingerichtet. Auch im Bürgerbüro ist nun mehr Platz. Es gibt drei große Arbeitsplätze, einmal für Tourismus und Fremdenverkehr sowie zwei Arbeitsplätze für die Belange des Bürgerbüros. Dazu gibt es bei Bedarf einen vierten Arbeitsplatz.

Akustik berücksichtigt

Albert Schwörer (BWV) fragte nach der Akustik in dem Raum, ob man an den verschiedenen Arbeitsplätzen ungestört von anderen Gesprächen arbeiten könne. Hier wurde bei der Planung auch ausdrücklich die Akustik berücksichtigt durch Schallschutz-Elemente im Raum auch mit optischer Wirkung sowie Schallschutz an der Wand.

Patrick Hellenschmidt (CDU) kritisierte den Drucker mitten im Raum, die Geräte würden heute vor allem wegen der Feinstaubbelastung meist aus den Büros herausgenommen. Im Bürgerbüro fallen allerdings sehr viele Druckarbeiten an, so die Verwaltung. Und bei einem Drucker außerhalb wären die Besucher immer wieder allein am jeweiligen Platz. Rüdiger Hirt (CDU) befürwortete für den Wartebereich eher Stühle als Sessel, auch wegen der Sitzhöhe.

Drei Aufträge vergeben

Der Gemeinderat vergab drei Aufträge jeweils an den günstigsten Bieter: die Möblierung an die Firma Leik in Rottweil für 25 000 Euro, den Fußbodenbelag mit Vinyl und Teppichboden an die Firma Ganter in Schwenningen für 14 300 Euro und für die Fußbodenheizung an die Firma Danner in Villingen für 13 600 Euro.