Die Vergabe der Planungs- und Ingenieurleistungen zur Zentralisierung der Wasserversorgung in Königsfeld für etwa 1,18 Millionen Euro nahm der Gemeinderat vor.
Wie beim Feuerwehrgerätehaus war ob der Größe des Vorhabens eine von einem erfahrenen Anwaltsbüro begleitete, europaweite Ausschreibung gesetzlich vorgeschrieben, erklärte Bürgermeister Fritz Link.
„Ernüchternd“ sei es, dass trotz der damit zusammenhängenden Kosten nur ein einziges Angebot einging. Man habe sich deutlich mehr Wettbewerb versprochen.
Michael Dold, Geschäftsführer der Aquavilla, die das Projekt begleitet, wunderte sich zwar über das geringe Interesse der Planungsfirmen, erklärte das aber mit der Komplexität des Vorhabens und mangelnden Kapazitäten.
Das Vorhaben sei ähnlich anspruchsvoll wie das Feuerwehrgerätehaus, mit den größtenteils unterirdisch liegenden Wasserkammern und den oben liegenden Technikräumen zur Wasseraufbereitung, so Link.
Ein einziger Bewerber
Einziger Bewerber war die Bietergemeinschaft BIT Ingenieure aus Karlsruhe / Dreher + Stetter Ingenieurgesellschaft aus Empfingen. Diese konnte mit etlichen Referenzprojekten in Sachen Bau von Wasseranlagen ihre Leistungsfähigkeit beweisen.
Den Bietern sei das Projekt durchaus zuzutrauen, pflichtete Michael Dold, Geschäftsführer der Aquavilla bei. Die Firmen seien seit drei Jahrzehnten bekannt, auch begrüße er deren Ortsansässigkeit. Schwierigkeiten im neugebauten Wasserwerk in Bad Dürrheim seien nicht auf die beiden Firmen zurückzuführen. Auch brauche man in Königsfeld keine Entkalkungsanlage wie in Bad Dürrheim, so dass das Problem gar nicht auftreten könne. Beate Meier erklärte aber, dass Anwohner der Hermann-Voland-Straße extrem kalkhaltiges Wasser haben.
Wasser wird gemischt
Laut Dold sollen durch die Zentralisierung samt Aktivierung des Ottebrunnens alle Wässer gemischt werden, was den Härtegrad leicht nach unten bringen soll. Auch habe Bad Dürrheim deutlich härteres Wasser.
Das abgegebene Angebot liegt laut Bürgermeister mit einer Nettosumme von 1,187 Millionen Euro etwas unter der Kostenschätzung von 1,209 Millionen. Im Haushalt eingestellt sind bisher 600 000 Euro, womit die Kosten bis zur Entwurfsplanung abgedeckt sind.
Hoffen auf Zuschüsse
Darüber hinausgehende Maßnahmen werden erst nach Zusagen von Zuschüssen angegangen. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe der Planungs- und Ingenieurleistungen zu.