Das Schonacher Obertal soll mit Trinkwasser versorgt werden. Foto: Pleul

Für die Versorgung des Schonacher Obertals mit Trinkwasser ist noch der Anschluss der Wasserleitung an das bestehende Wasserversorgungsnetz im Bereich der Obertalstraße, Einmündung Feldbergstraße, nötig.

Schonach - Ursprünglich war hier auch der Einbau einer Druckerhöhungsanlage geplant, welche rund 25 000 Euro zuzüglich Tiefbau verschlingen würde. Nach genauer Betrachtung der Höhenverhältnisse und Berechnung der Druckverhältnisse durch die Firma aquavilla kam man nun zum Ergebnis, das eine solche Druckerhöhungsanlage nun doch nicht nötig ist.

Die bereits verlegte Versorgungsleitung neben der Landesstraße 109 endet im Bereich Einmündung Feldbergstraße. Ein möglicher Anschlusspunkt wäre nun auf dem Hofgrundstück des Schneiderkürishofs möglich. Allerdings liegen dort sehr viele Kanäle, Strom, und Telefonkabel sowie auch eine Gasleitung, deren Querung und Untergrabungen sehr viel Aufwand bedeuten würden. Außerdem läge der Anschlusspunkt mit dem notwendigen Schieberkreuz dann auf Privatgrundstück.

Ein weiterer Anschlusspunkt bestünde nördlich des Wohnhauses Feldbergstraße 2, hier endet eine DN-150-Wasserleitung, die von Hochbehälter Viertelberg her kommt im Bereich eines Hydranten. Sie könnte entlang der Feldbergstraße bis zur Kurve im Straßenbereich verlängert werden, anschließend über ein Privatgrundstück, dessen Besitzer bereits Einverständnis erklärt hatte, zur L 109 führen.

Gesamtkosten würden bei rund 27 501 Euro liegen

Am Anschlusspunkt an der L 109 befindet sich die Wasserleitung zudem auf der Nordseite des Abwasserkanals, so dass dieser nicht mehr gequert werden müsste, auch weniger Kabel und die Gasleitung müssten nicht gequert werden.

Für die Leitungsarbeiten lag dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ein Angebot der Firma aquavilla in Höhe von 18340,23 Euro netto vor, darin ist auch ein neuer Hydrant, neben der L 109 mit alleine 6996,68 Euro netto enthalten, der aber nach Ansicht der Schonacher Gemeindeverwaltung nicht nötig wäre, da der nächste Hydrant nur circa 80 Meter entfernt liegt. Ohne Hydrant käme man also auf noch 11 343,55 Euro netto.

Die notwendigen Erd- und Straßenbauarbeiten wurden bei der örtlichen Firma K&W Bau GmbH angefragt, da diese auch den Auftrag der Grabgemeinschaft Obertal erhalten hatte und sich somit Synergie-Effekte ergeben würde. Der Preis liegt bei 16 158 Euro.

Die Gesamtkosten würden bei rund 27 501 Euro liegen. Für die ehemals geplante Druckerhöhungsanlage waren rund 25 000 Euro veranschlagt, allerdings sei die Lösung ohne diese Anlage nachhaltiger, da keine Strom-, Wartungs- und Reparaturkosten anfallen würden. Die Verwaltung empfahl dem Gremium, diese Lösung anzugehen, mahnte aber auch, dass eventuelle Preissteigerungen unter anderem durch die Materialknappheit nicht ausgeschlossen seien. Im Haushalt sind für die Gesamtmaßnahme des Wasseranschlusses 130 000 Euro eingestellt, 70 000 Euro fließen durch Anschlussbeiträge zurück.

Rombach: Straße soll nicht gesperrt werden

Herbert Rombach (CDU) fragte an, ob die Leitung wie auf den Plänen dann tatsächlich in der Mitte der Straße verlegt werden soll. Er wies darauf hin, dass die Straße die einzige Zufahrt zu den dortigen Häusern sei und man vermeiden sollte, dass die Straße komplett gesperrt werden muss. Ortsbaumeister Ansgar Paul erläuterte, dass die Leitung von oben tatsächlich mitten in der Straße liege. Eigentlich wollte man Bögen vermeiden und so auch weiter bauen.

Er sagte aber zu, dass man die Möglichkeit, die Leitung an der Straßenseite weiterführt, prüfen würde. Neben der Straße könne man allerdings keinesfalls graben, denn das sich im Besitz der Gemeinde befindlich Grundstück sei nur so breit wie die Straße.

Der Gemeinderat stimmte der aufgezeigten Vorgehensweise letztendlich einstimmig zu.