Fast 40 000 Euro kostet der Bau eine Stahltreppe, die als Fluchttreppen aus dem Obergeschoss notwendig ist, am Familienzentrum. Foto: Erich Bieberstein

Das Dachgeschoss im Familienzentrum in Tuningen soll bald wieder nutzbar sein.

Eine unliebsame Verfügung des Baurechtsamtes bezüglich der Nutzung des Veranstaltungssaals im Dachgeschoss des Familienzentrums erhielt die Gemeinde Tuningen im Sommer.

 

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz versagte die Nutzung dieses Gebäudeteils, da hier aufgrund des Fehlens einer zweiten Fluchtmöglichkeit erhebliche Brandschutzmängel bestehen.

Der Saal steht eigentlich den Vereinen zur Verfügung, wird aber schwerpunktmäßig für Bewegungsangebote, Elternabende und regelmäßige Veranstaltungen für das pädagogische Programm genutzt. Diese Einschränkungen belasten das Familienzentrum aktuell enorm, und die Gemeinde hat sich in Abstimmung mit dem Baurechtsamt für eine Lösung in Form einer außenliegenden Fluchttreppe verständigt.

So steht dann ein zweiter Fluchtweg zur Verfügung, welcher die brandschutztechnischen Anforderungen erfüllt. Die Bauarbeiten gliedern sich in den Bereich Stahlbau – hier erhielt die Tuninger Firma Hauser mit einer Angebotssumme von 19 951 Euro den Zuschlag und Zimmermannsarbeiten. Für diese bekam die Bubsheimer Firma Stier den Zuschlag zum Angebotspreis von 17 481 Euro.

Aus dem Gemeinderat wurde hinterfragt, ob man dies nicht mit einer Fluchtrutsche günstiger hinbekommen hätte, allerdings scheitert diese Lösung an der Nutzungsmöglichkeit. Es gilt nicht nur den Fluchtweg zu ermöglichen, sondern im Brandfall auch das Erreichen des Saales durch die Feuerwehr zu gewährleisten. Die Räte baten um eine schnellstmögliche Umsetzung, um bald wieder grünes Licht für die Nutzung zu geben.