Einen weiteren Schritt zur Digitalisierung Tuningens geht die Gemeinde mit der Einführung digitaler Wasserzähler.
Voraussetzung hierzu ist eine entsprechende Funknetzplanung welche LoRaWAN heißt und nun von den Spezialisten der ENBW vorgestellt wurde.
Der Begriff steht für „Long Range Wide Area Networt“, welche für die strahlungsarme und energieeffiziente Datenübertrag einer großen Anzahl von Sensoren entwickelt und optimiert wurde. Diese senden in festgelegten Intervallen die Daten an die Zentrale und öffnet viele Möglichkeiten. Sogenannte Gateways werden installiert und diese haben eine optimale Sendeleistung bei einer sehr geringen Strahlung, welche nur wenige Milli-Watt hat, vergleichbar mit einem Babyphone.
Die rund 1100 vorhanden Wasserzähler werden gegen LoRaWan-fähige Hauswasserzähler getauscht und ermöglichen eine vollautomatische Fernauslesung ein einem festgelegten Zyklus. Durch die tägliche Meldung können so auch mögliche Störungen ad-hoc gemeldet werden was zum Beispiel auch eine eventuelle Leckage schnell ersichtlich macht. Die Anschaffung der Zähler ist zwar kostenintensiver als konventionelle Zähler aber die Eichzeit verlängert sich hierbei um die doppelte Zeit so dass eine entsprechende Amortisation erreicht wird.
Realisierung im Jahr 2027
Vier LoRaWan-Gateways müssen im Ort installiert werden um eine höchstmögliche Netzabdeckung zu erreichen. Für die Gemeinde bedeutet dies eine wesentliche Vereinfachung der Ermittlung des Wasserverbrauchs und den späteren Wasserabrechnungen. In den Abrechnungsmonaten ist eine festangestellte Kraft aktuell über Wochen mit diesen Aufgaben betreut. Mit dem Einbau der neuen Zähler ergeben sich hier deutliche Einsparungen bei den Verwaltungskosten, wie die Verwaltung ermittelte. Die Gemeinderäte befürworteten den Schritt. Für die Planung sollen 2026 insgesamt 14 100 Euro im Haushalt vorgesehen werden und für die Umsetzung in 2027 knapp 152 000 Euro.
Neue Heizungsanlage
Die vorhandene Heizungsanlage in der Aussegnungshalle ist defekt, erforderliche Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar und es ist ein Austausch der Heizungsanlage unumgänglich. Zwei Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert und der Zuschlag ging an das Schwenninger Unternehmen Winkler GmbH zum Gesamtpreis 11.587,63 Euro. Enttäuscht zeigte sich das Tuninger Unternehmen Degen welches bei 11 733 Euro lag. Im ersten Schritt war dieses noch deutlich günstiger aber es fehlten im Vergleich einige Positionen und die fehlenden Themen wurden nachgereicht. Danach lag man gering über dem nun vergebenen Angebot.
„Eigentlich unverständlich dass man die Vergabe nicht an ein örtliches Unternehmen machen kann, schließlich sind wir es, welche die Steuern in der Gemeinde zahlen“ so der angesäuerte Roland Degen im Gespräch mit der Redaktion.