Der Gemeinderat entschied sich einstimmig mit dem flächendeckenden Ausbau der barrierefreien Bushaltestellen im kommenden Jahr zu beginnen.
Er verteilt sich über zwei Haushaltsjahre. „Das Personalbeförderungsgesetz gibt die Richtlinien vor, über die wir uns nicht hinwegsetzen können“, eröffnete Bürgermeister Ralf Pahlow die Diskussion.
Zudem geht er davon aus, dass die Zutrittsmöglichkeit in den Bussen mittelfristig so gestaltet wird, dass sie Bushaltestellen ohne barrierefreien Zugang nicht mehr oder nur erschwert anfahren können. „Wir kommen um das Thema nicht herum“, informierte die Leiterin der Finanzverwaltung, Anina Renner, dass das günstigste von drei angefragten Ingenieurbüros von rund 50 000 Euro Honorarkosten pro Bushaltestelle ausgeht.
Die Straßen
Derzeit wird von einem barrierefreien Ausbau in der Dengen-, Bach-, Kaiser- und Trossinger Straße sowie Auf dem Platz ausgegangen. „Wir sind erschrocken über die Höhe der Kosten, die da zusammenkommen, zumal es sich dabei erst um die Planungen handelt“, warf Ratsmitglied Eckhard Britsch ein.
Gefahrenpotenzial
„Dass die Bushaltestelle an der Trossinger Straße in Richtung Tuningen und nicht ortsauswärts ein Buswartehäuschen erhalten soll, ist für uns wenig sinnvoll“, sah er in einer einseitigen Ausstattung ein erhöhtes Gefahrenpotenzial.
Da die Bushaltestellen in der Trossinger Straße auf dem Schulweg in Richtung Trossingen liegen, befürchtet er im Fall von schlechtem Wetter vor allem bei einer einseitigen Ausstattung mit einem Buswartehäuschen vermehrte Straßenüberquerungen der Wartenden.
„Wir müssen für den Bau eines Buswartehäuschens eventuell ein Stück des Erdwalls opfern. Zudem ist der Bau eines Buswartehäuschens stets eine Frage des Eigentums, da nicht alle Flächen in gemeindeeigenem Besitz sind“, ergänzte Bürgermeister Pahlow. Für das kommende Jahr sind vier barrierefreien Bushaltestellen in zwei Straßen in Höhe von 160 000 Euro im Haushalt eingeplant.