Tunau plant zwei neue Waldrefugien. (Symbolbild) Foto: Anlicker

Der Gemeinderat Tunau will 360 000 Ökopunkte neu generieren. Bürgermeister stellt den Bauturbo vor.

In der jüngsten Sitzung des Tunauer Gemeinderatss nformierte Bürgermeister Dirk Pfeffer über die Auswirkungen und Möglichkeiten des Ende Oktober 2025 durch die Bundesregierung eingeführten Bauturbos, der weitreichende Abweichungen vom bisherigen Planungsrecht ermöglicht. So können Befreiungen von den Festsetzungen eines Bebauungsplanes sowie Abweichungen im unbeplanten Innenbereich zeitlich unbefristet mit Zustimmung des Gemeinderates einfacher umgesetzt werden. Darüber hinaus wurde für die Dauer von fünf Jahren (bis Ende 2030) eine sogenannte Experimentierklausel eingeführt, mit der von sämtlichen Vorschriften des Baugesetzbuches abgewichen werden kann. Öffentliche Belange und der Nachbarschutz sind hier grundsätzlich zu prüfen und die Erschließung des Vorhabens muss gesichert sein. Der Bauturbo ist ausschließlich auf die Schaffung von Wohnraum beschränkt, um so der aktuellen Wohnungsnot entgegenwirken zu können. Über eine mögliche Anwendung des Bauturbos wird der Gemeinderat bei Vorliegen eines konkreten Antrags entscheiden.

 

Zur Erzielung zusätzlicher Ökopunkte beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, zwei neue Waldrefugien einzurichten. Zum einen eine rund 2,2 Hektar große Laubwaldfläche oberhalb des Schützenhauses, zum anderen eine etwa 6,8 Hektar große Fläche in der Nähe des Ortsteils Michelrütte. Vor Umsetzung sollen mögliche Selbstwerbereinsätze ermöglicht werden. Mit der Maßnahmen könnten 360 000 Ökopunkte neu generiert werden.

Weiter wurde über das Ergebnis der jüngsten Trinkwasseruntersuchung im Ortsnetz Tunau berichtet. Die Untersuchung bestätigte eine hygienisch einwandfreie Wasserqualität. Die weiteren Messergebnisse der überprüften Parameter ergaben keine Auffälligkeiten. Der pH-Wert wurde mit 8,4 festgestellt.

Die Abrechnung der Betriebskosten 2025 für das Freibad Schönau im Schwarzwald ergab für die Gemeinde Tunau einen Umlagebetrag in Höhe von annähernd 6700 Euro. Dies machte eine Nachzahlung von rund 2300 Euro erforderlich.

Abschließend teilte Bürgermeister Pfeffer mit, dass die Deutsche Funkturm Gesellschaft von ihrem Optionsrecht Gebrauch machte und den Mietvertrag für den Funkmast in Michelrütte um weitere fünf Jahre bis 31. Oktober 2032 verlängert hat.