Auf Stadt und GVV kommen hohe Kosten zu, um die veralteten Fachräume des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg wieder flott zu machen.
Bereits in der Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) besprochen und beschlossen wurde die Anpassung des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg (SGT) an die Wiedereinführung von G9.
Hier werde auch der Unterricht in den Naturwissenschaftsfächern anders – projektorientierter – gestaltet. Genau dafür seien die entsprechenden Fachräume derzeit nicht geeignet – zum einen hoffnungslos veraltet, zum anderen teils ohne Funktion.
Daher wolle man diese Fachräume ertüchtigen. Zum Teil entstünden dabei Kosten, die den Schulträger, also den GVV beträfen. Für direkt mit dem Gebäude verbundene Teile betreffe es auch die Stadt als Gebäudeeigentümer.
Auf Stadt und GVV kämen Kosten in Höhe von je zwischen 600 000 und 700 000 Euro zu, genauere Zahlen könnten erst mit Aufnahme der Planung genannt werden. Für das Projekt könne man mit Zuschüssen aus der Schulbauförderung des Landes rechnen – wegen des hohen Anteils an auswärtigen Schülern läge die Förderhöhe bei 48 Prozent für alle mit dem Gebäude fest verbundenen Bestandteile. Derzeit werde die VwV – Schulbau überarbeitet, die Förderhöhe könne sich durchaus erhöhen. Der Förderantrag werde im Frühjahr gestellt. Das müsse jedoch der Schulträger, sprich der GVV, in voller Höhe der Kosten stellen, der diesen dann an die Stadt weitergibt. Dieses Vorgehen sei bereits mit dem Regierungspräsidium Freiburg besprochen.
Klaus Wangler (CDU) zeigte sich erstaunt über die enorme Höhe der Kosten. GVV-Geschäftsführer Robin Weißer wies darauf hin, dass der städtische Anteil deutlich höher förderfähig sei.
Susanne Muschal (SPD) sagte die volle Unterstützung ihrer Fraktion zu. „Was ist hinsichtlich G9 ohne Anbau möglich?“, wollte sie aber wissen. Bürgermeister Gallus Strobel wies darauf hin, dass das SGT ja bis vor wenigen Jahren wie alle anderen Gymnasien im Land ein G9-Gymnasium war. Langfristig werde man daran denken müssen, den Neubau aufzustocken. Dringender Wunsch sei aber tatsächlich die Verbesserung der Fachräume. „Wir haben anlässlich des Tages der offenen Tür die Fachräume gesehen – daher volle Unterstützung auch von uns“, betonte Michael Hummel (FWV). Der Beschluss, den GVV mit dem Antrag auf Fördermittel zu beauftragen, fiel einstimmig.