Alle städtischen Gebäude mit Ausnahme von Gremmelsbach seien gasbeheizt. Foto: SPD

Die Stadt will sich ab Januar am "Spotmarkt" zu Tagespreisen mit Gas versorgen. Wie stellt der Bürgermeister sich das genau vor?

Triberg - Stadträtin Ute Meier (SPD) hatte in der jüngsten Triberger Gemeinderatssitzung angefragt, ob schon klar sei, wie sich die Energiekrise auf die Finanzen der Stadt auswirke. Allein die Gaskosten würden um 700 000 Euro bei einem Jahresvertrag mit dem heimischen Versorger EGT steigen, hatte sie von Bürgermeister Gallus Strobel darauf erfahren. Alle städtischen Gebäude mit Ausnahme von Gremmelsbach seien gasbeheizt.

Dazu gab Strobel einen deutlichen Hinweis auf die Arbeit der Bundesregierung. "Es ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Regierung, dem Land Gas und Strom zu vernünftigen Preisen zur Verfügung zu stellen", so sein Kommentar dazu.

Stadt will sich am Spotmarkt versorgen

Zwischenzeitlich stelle sich die Situation etwas anders dar, erklärte Strobel jetzt auf Anfrage unserer Zeitung. So wolle sich die Stadt – in Absprache mit und über die EGT – nun ab dem 1. Januar 2023 am so genannten "Spotmarkt" zu Tagespreisen versorgen. Der Gaspreis sei zudem in den letzten Tagen stark gesunken, sodass sich schon daher die Situation entspanne. Mit der EGT sei weiter vereinbart, dass die Stadt zur Jahresmitte wieder zu einem Jahresvertrag zurückkehren könne, wenn sich die Lage entspanne, informierte der Bürgermeister.

Strobel "verhalten optimistisch"

Und er hoffe auf die Auswirkungen des von Bundeskanzler Olaf Scholz und seiner Regierung angekündigten "Doppel-Wumms", der Bürger und hoffentlich auch Kommunen mit 200 Milliarden entlasten soll, so Strobel. Er zeige sich verhalten optimistisch was die künftige Preisgestaltung bei der Gasbeschaffung angeht.