Auf diesem Areal bei Gremmelsbach soll das "Kuckuckland Schwarzwald" entstehen. Foto: Kommert

Das "Kuckuckland Schwarzwald" in Gremmelsbach soll nun Gestalt annehmen. Der Gemeinderat unterstützt das Vorhaben von Thomas Weisser und gab einstimmig grünes Licht.

Triberg - Im Juli 2018 hatte Weisser dem Gemeinderat seine damals neuen Pläne vorgestellt: Gemeinsam mit seiner Frau Rebecca will er in Gremmelsbach das "Kuckuckland Schwarzwald" installieren. Nach Corona-bedingtem Stillstand präsentierte nun die Verwaltung den dazu gehörenden Bebauungsplanentwurf. Ein Themenpark mit Wegenetz und verschiedenen Installationen soll im Bereich B 33 und dem Flüsschen Gutach entstehen. Hier liegt das "Haus der 1000 Uhren" der Eheleute Weisser, und hier befindet sich bereits eine Fußgängerbrücke hinüber zum Westufer der Gutach. Bis fast zum Franz-Göttler-Weg soll die neue touristische Attraktion gehen.

 

Vertrag mit den Investoren

Das Vorhaben liege im Außenbereich, daher komme zur Realisierung nur ein Bebauungsplan im zweistufigen Regelverfahren in Betracht, erläuterte Bürgermeister Gallus Strobel, dazu eine punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans in einem parallelen Verfahren. Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans entspreche dem Bebauungsplanverfahren, beide könnten aber getrennt durchgeführt werden. Dabei könnten sowohl notwendige Beschlüsse als auch die Auslegungen im Parallelverfahren zeitgleich durchgeführt werden, betonte Strobel. Für die Kostenregelungen sei mit den Investoren ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen worden.

Sondergebiet "Freizeit und Erholung"

Da das "Kuckuckland" eine besondere Nutzung erfahren soll, sei die Festsetzung eines Sondergebiets "Freizeit und Erholung" am besten geeignet. Den Vorentwurf des Bebauungsplans legte die Verwaltung nun vor, mit Satzung, Planzeichnung, den geltenden Bebauungsvorschriften, einer ausführlichen Begründung, dem Umweltbericht und der Plausibilitätsprüfung nach der Hochwassergefahrenkarte, wegen der unmittelbaren Nähe zur Gutach.

Die Offenlage zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange soll sofort erfolgen. Die CDU-Fraktion freue sich, so Klaus Wangler. Man danke dem Investor, es sei löblich, wie sehr sich Weisser immer wieder einbringe. Dem schloss sich auch Michael Hummel seites der Freien Wähler-Vereinigung an. Es bestehe aber bereits ein Uferweg. "Wird ein Ausgleich gefordert für den Flächenverbrauch?", wollte er wissen. Er rechne mit Maßnahmen zur Gewässerentwicklung, so der Bürgermeister, er gehe aber davon aus, dass diese realisierbar seien.

Stadt beteiligt sich mit 20 000 Euro

"Wie stellt sich die Kostenregelung dar?", wollte Susanne Muschal (SPD) wissen. Jeder trage die Hälfte der Kosten, da es sich auch um eine touristische Attraktion handle. Die Stadt rechne mit rund 20 000 Euro, räumte Alexander Kutzner als Leiter des Bauwesens der Stadt ein. Ute Meier (SPD) fragte nach weiteren Kosten für die Stadt. Die seien nicht vorhanden. Einstimmig stimmte der Gemeinderat der Offenlage des Bebauungsplans in der vorliegenden Fassung zu.