Die Gebäude sind zu einem großen Teil fertig gestellt, nun geht es darum, über den Bebauungsplan die Erschließung „von hinten“ zu ermöglichen. Was durch den Beschluss des Gemeinderats nun in die letzte Phase gehen soll. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Der Sägewerksbetrieb Finkbeiner kommt mit seinem Projekt voran. Der Bebauungsplanentwurf wurde gebilligt. Für Kopfschütteln sorgt die Bürokratie.

Die Firma Finkbeiner ist heute das größte Sägewerk im Schwarzwald-Baar-Kreis und zugleich einer der größten Arbeitgeber der Wasserfallstadt - wirtschaftlich erfolgreich trotz der extrem eingeengten Tallage in Gremmelsbach. Vor einiger Zeit hat das Unternehmen die Holztransporte in Eigenregie übernommen.

 

Um die Holztransportfahrzeuge geht es vor allem, denn die Unterbringung am Standort Gremmelsbach ist schwierig. Daher hat Finkbeiner in Nußbach an der B33 die Gebäude der ehemaligen Spedition Haas erworben. Hier soll – bei Anbindung über eine oberhalb gelegene Brücke und dann von hinten über einen bestehenden Waldweg befahrbar – eine Lkw-Werkstatt mit Waschstraße und Unterstellmöglichkeit für die Lkw-Flotte entstehen. Zugleich soll, durch Abtragung des bestehenden Hangs das Grundstück vergrößert werden, so dass die Zufahrt von hinten erfolgt. So sollen Wendevorgänge unnötig und die Ein- und Ausfahrt zügig ermöglicht werden.

Mit den baulichen Eingriffen sind auch Eingriffe in den Waldbestand verbunden. Was die Aufstellung eines Bebauungsplans nötig machte. Der Gemeinderat hatte einstimmig – bei einer Befangenheit – der Anpassung des Geltungsbereichs des Bebauungsplans zugestimmt und die Durchführung der Frühzeitigen Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange auf den Weg gebracht. Nun erfolgte nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen der Beschluss darüber.

Zugleich billigte das Gremium den Entwurf des Bebauungsplans und der örtlichen Bauvorschriften und leitete die Durchführung der Offenlage ein – einstimmig bei wiederum einer Befangenheit.

„Wir sind dabei“, meinte Lothar Hoch (CDU) dazu. Angesichts des dicken Packens an Unterlagen bemängelte er fehlenden Willen zum Bürokratie-Abbau. Dies sei schon fast eine Unverschämtheit, meinte auch Michael Hummel (FWV). Susanne Muschal wollte dies nicht ganz hinnehmen: „Hätten wir bereits ein digitales Informationssystem, wären diese Ausdrucke nicht nötig.“