Während die Kosten beim Schmutzwasser gleich bleiben, steigen die Gebühren beim Niederschlag, heißt es im Sulzer Gemeinderat.
Hauptamtsleiter Hartmut Walter hat positive Nachrichten: „Die Schmutzwassergebühr kann bei 3,68 Euro pro Kubikmeter unverändert verbleiben“, erklärt er im Gemeinderat.
Das letzte Mal, dass die Gebühr festgelegt worden war, war im September 2023. Damals sanken die Kosten auf 1,90 Euro – Grund waren die angesammelten kalkulatorischen Überdeckungen, die laut Kommunalabgabengesetz innerhalb eines Fünf-Jahres-Zeitraums an die Benutzer zurückgegeben werden müssen.
Der Quadratmeter wird teurer
Im April 2024 folgte eine zehnprozentige Erhöhung auf 2,79 Euro, in der der letzte Überdeckungs-Anteil in Höhe von 25 Cent verrechnet war. 2025 kam es dann zur Anhebung auf 3,68 Euro pro Kubikmeter – und dieser kann in der Kalkulation für 2026 auch beibehalten werden.
Anders sieht es hingegen beim Niederschlagswasser aus – und damit kommt Walter zu den Nachrichten, die nicht so positiv sind. Denn diese Gebühr wird zum 1. Januar 2026 um zwölf Cent, also gut ein Viertel, pro Quadratmeter angehoben werden müssen. Das heißt, ab dem Neujahrstag wird sie 0,59 Euro pro Quadratmeter betragen, nachdem sie für 2025 um vier Cent – also auf 0,47 Euro – gesenkt worden war. Nun also die Erhöhung, in die sowohl die Unterdeckungen aus dem Jahr 2021 wie auch die Überzahlungen aus 2022 enthalten sind.
Weniger ist nicht drin
„Eine geringere Erhöhung der Gebühr kommt aus Sicht der Verwaltung leider nicht in Betracht, da wir beim Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung eine Kostendeckung von 100 Prozent anstreben müssen“, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Zwei Euro Mehrkosten im Monat
Ein bewusster Verzicht auf die volle Kostendeckung per Gemeinderatsbeschluss würde hingegen bedeuten, dass die dafür fehlenden Gebühreneinnahmen vom städtischen Haushalt getragen und an den Eigenbetrieb überwiesen werden müssten, wird das Alternativ-Szenario beschrieben – also ein Minus in der Stadtkasse.
„Ein solches Vorgehen scheidet aus unserer Sicht daher aus.“ Das Anheben der Niederschlagsgebühr von 0,47 Euro auf 0,59 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche bedeutet, dass sich bei einer angenommenen Fläche von 200 Quadratmetern eine jährliche Mehrbelastung von 24 Euro im Jahr – oder zwei Euro pro Monat – ergibt.
Der Gemeinderat stimmte der Änderung der Satzung über die öffentliche Abwasserbeseitigung einstimmig zu.