Eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr steht ab Januar 2025 an. Grund sind anfallende Investitionen in verschiedenen Abwasserzweckverbänden. Gleichzeitig sinkt die Niederschlagsgebühr.
Hatte die Kalkulation der Abwassergebühren im September 2023 zur Folge, dass diese auf 1,90 Euro pro Kubikmeter gesenkt wurden, wurde sie im April 2024 auf 2,79 Euro erhöht, was zehn Prozent mehr als dem Zeitraum von 2018 bis 2022 entspricht.
Für 2025 hat der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig eine weitere Erhöhung um 89 Cent oder 32 Prozent beschlossen.
100 Prozent Kostendeckung nötig
„Damit liegen wir im oberen Mittelfeld“, erklärt Kämmerer Hans-Peter Fauser den Stadträten. Manch andere Kommune verlange nicht – wie in Sulz – 3,68 Euro, sondern habe bereits eine 4 oder sogar eine 5 vor dem Komma stehen.
Die Erhöhung sei aus Sicht der Verwaltung notwendig, da beim Eigenbetrieb Abwasser eine Kostendeckung von 100 Prozent angestrebt werden müsse. Defizite müssten sonst aus dem städtischen Haushalt gedeckt werden.
Die Niederschlagsgebühr sinkt
In die Kosten fließen auch die geplanten Investitionen der Abwasserzweckverbände ein, an denen die Stadt Sulz beteiligt ist und so insgesamt vier Kläranlagen mitunterhält.
Die Mehrkosten bedeuten bei einem vierköpfigen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 160 Kubikmeter eine Erhöhung von 142 Euro im Jahr oder zwölf Euro im Monat. Gleichzeitig sinkt die Niederschlagsgebühr um vier Cent auf 47 Cent pro Quadratmeter.
Bei einer angenommenen Fläche von 200 Quadratmeter versiegelter Fläche ergibt sich so eine Entlastung von acht Euro im Jahr.