Land unter im Skaterpark bei der Schmeienhalle – das Bild entstand im Juli. Foto: Kuster

Nach Maßnahmen zum Hochwasserschutz steigt Straßberg nun in ein Verfahren zum Starkregen-Risikomanagement ein.

Durch die Schmeie war Straßberg regelmäßig von Hochwasser betroffen – die Gemeinde investierte in umfangreiche Maßnahmen für den Hochwasserschutz. Diese wurden, auf ein Jahrhunderthochwasser HQ100 ausgelegt, 2017 abgeschlossen. „Das alles hat Geld und Kraft gekostet“, sagte Bürgermeister Markus Zeiser in der Sitzung des Gemeinderates.

 

Das Thema Starkregen sei deutlich komplexer geworden, war aber bisher nicht mit einbezogen gewesen. Um besser auf die nächsten Ereignisse vorbereitet zu sein, empfahl die Verwaltung dem Gemeinderat, in das Verfahren zum Starkregen-Risikomanagement einzusteigen. Die Verwaltung fragte bei vier Büros ein Angebot an. Das günstigste gab das Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH mit 49 968 Euro ab, ass bereits das Hochwasser-Schutzkonzept entlang der Schmeie aufgestellt hat. Das Land fördert entsprechende Konzepte mit 70 Prozent der Kosten. Was heißt, dass die Konzeption die Gemeinde rund 15 000 Euro kosten werde.

Rechtlich nicht zur Umsetzung verpflichtet

Das Konzept zu erstellen wird laut Zeiser drei Jahre dauern, es beinhalte auch Analysen der Überflutungsgefährdung in entsprechenden Gefahrenkarten. Betrachtet und aufgenommen würden auch Szenarien der Vergangenheit, ebenso alle Quellen und Erfahrungen der Feuerwehr.

„Mit dem Konzept sehen wir auch Schwachpunkte, doch ist die Gemeinde, sollten kommunale Baumaßnahmen empfohlen werden, rechtlich nicht zur Umsetzung verpflichtet“, betonte der Schultes.

Winkler und Partner erhalten den Auftrag

Entsprechend der Haushaltslage entscheide der Gemeinderat dann über die Umsetzung von Maßnahmen. Dieser gab in der jüngsten Sitzung sein einstimmiges Votum, das Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH mit der Erstellung eines kommunalen Starkregen-Risikomanagement zu beauftragen.