Im Wasserwerk Straßberg müssen einige Maßnahmen durchgeführt werden. Verwaltung und Gemeinderäte machten sich bei einer Ortsbesichtigung ein Bild davon.
Die Wasserversorgung ist ein wichtiges Gut einer Gemeinde. Diese legt Wert darauf, dass alle Auflagen und Vorschriften zur Sicherheit ihrer Bürger eingehalten werden. Daher erfolgte im Wasserwerk in der Burgstraße in den Jahren 2010 und 2011 eine umfassende Sanierung. 2019 übertrug die Gemeinde der Firma Keimer aus Tigerfeld die Betriebsbetreuung mitsamt Aufgaben der Wasserversorgung nach dem maßgebenden Regelwerk W 1000. Dadurch erfüllt Straßberg die Verpflichtung eines geprüften Wassermeisters. Jetzt sind einige Maßnahmen zu erfüllen.
Verwaltung und Gemeinderat schauten sich vor der Sitzung das Wasserwerk vor Ort an, durch welches Geschäftsführer Walter Keimer führte. „Nach einem Hinweis des Gesundheitsamts muss für die Zu- und Abluft der Wasserkammern im Hochzonenbehälter eine Filteranlage eingebaut werden, die Kosten mit Einbau liegen bei 8000 Euro“, erläuterte Bürgermeister Markus Zeiser in der anschließenden öffentlichen Sitzung.
Zu den weiteren Einzelheiten informierte dort Walter Keimer. Auch dass im Tiefbrunnen eine der beiden Pumpen ersetzt werden müsse. Für den Austausch sei mit Kosten von rund 13.000 Euro zu rechnen. Weiters sollen im Wasserwerk neue MID-Wasserzähler zur Überwachung der geförderten Wassermenge von Tiefbrunnen nachgerüstet werden. Die Kosten mit geschätzten 3800 Euro sind jedoch ebenso überschaubar wie für den Einbau von zwei notwendigen Frequenzumformern mit 6400 Euro. Für die gesamte Maßnahme seien, so der Schultes, im diesjährigen Haushalt Mittel vorgesehen. Der Gemeinderat gab für die Umsetzung der Maßnahmen sein einstimmiges Votum.
Vergabe von Baumaßnahmen
Nachdem sich der Gemeinderat mit zwei Baugesuchen beschäftigt hatte, ging es um einige Vergaben von zuvor ausgeschriebenen Gewerken, an welchen der Zahn der Zeit genagt hatte. Ingenieur Peter Czerwenka stellte die jeweiligen Sachstände und Verfahrensweisen vor.
Dazu gehörte auch die Holzbrücke beim Dienstleistungszentrum, welche für viele Bürger schön ist und ihren besonderen Reiz hat. Dort sind vor allem Gewindebolzen und Verschraubungen der Überbauten stark korrodiert, sodass die Dauerhaftigkeit des Bauwerks dadurch beeinträchtigt wäre. Czerwenka hatte Angebote für Zimmer- und Malerarbeiten eingeholt. Günstigste Bieterin für Holzbauarbeiten war die Firma Maag Holzbau aus Albstadt mit einer Angebotssumme von 10.639,83 Euro. Bei Malerarbeiten lag die Firma Geiser aus Winterlingen mit 10.715,24 Euro ganz vorne. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten an diese beiden Firmen.
Kindergarten auch betroffen
Gleich mehrere Arbeiten sind im Kindergarten „Schmeienzwerge“ erforderlich. Dazu gehören Dachfenster, Toilettentrennwände im Erdgeschoss des Altbaus, Klemmschutz für Türen und Malerarbeiten. „Bei den Dachfenstern wurde in Abstimmung mit dem Kindergarten auf den Austausch verzichtet“, so der Schultes. Stattdessen soll bei beiden Fenstern eine elektronische Fensteröffnung nachgerüstet werden. Man gehe von rund 1500 Euro aus. Die Trennwände wird als günstigste Bieterin die Firma Schäfer Trennwandsysteme aus Holzhausen ausführen, deren Angebotssumme bei 12.926,14 Euro liegt. Architekt Daniel Hotz informiert über die Ausführungen und erläutert die Anbringung des Klemmschutzes an den Türen. Dazu gab die Schreinerei Koch GmbH aus Straßberg mit 6748,49 Euro das günstigste Angebot ab. Das Gremium vergab die Aufträge jeweils einstimmig.