Bei der Besichtigung des Friedhofes im September haben die Straßberger Gemeinderäte auch die Wege genau unter die Lupe genommen. Foto: Horst Schweizer

Rund 60 000 Euro investiert die Gemeinde Straßberg auf dem Friedhof. Neue Urnenplatten-Wahlgräber werden entstehen und die Wege anders gestaltet. Zudem soll eine Box mit Split aufgestellt werden, mit dem die Gräber aufgefüllt werden können.

Am 24. September hatte der Gemeinderat seine Sitzung mit einer ausführlichen Vorortbesichtigung auf dem Friedhof begonnen. Durch dessen Größe bietet die letzte Ruhestätte ausreichend Platz für eine Vielzahl von Bestattungsformen. 14 davon hat die Gemeinde in ihrer Satzung festgelegt, deutlich mehr als auf vergleichbaren Friedhöfen.

 

Damals gab es einige Vorschläge und Ideen, auch von Bürgern. Diese hat das Ingenieurbüro Czerwenka nun mit in die Planungen übernommen, die dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung vorgestellt wurden.

Urnenplatten-Wahlgräber sind in Straßberg sehr gefragt

Einig war sich das Gremium nach der Anregung eines Ratsmitglieds, dass die Waschbetonplatten der Wege durch Betonpflasterwege ersetzt werden. Allerdings, so Ingenieur Peter Czerwenka, seien die 15 auf 30 Zentimeter großen Steine nicht mehr lieferbar. Bei einem anderen Hersteller werden nun sandgestrahlte Steine in der Farbe Saharabeige und mit der Abmessung 18 auf 30 Zentimeter bestellt.

Die Nachfrage für Urnenplatten-Wahlgräber sei sehr hoch, erklärte Bürgermeister Markus Zeiser. Im aktuellen Grabfeld gebe es noch 15 freie Gräber, die in absehbarer Zeit belegt sein werden.

Als weitere Maßnahme wird der geschotterte Pfad zu den Reihenplattengräbern durch einen 90 Zentimeter breiten Pflasterweg aus Betonpflaster ersetzt. Zudem soll ein neues Urnenplattenwahlgrabfeld angelegt werden. Bei dieser Grabform werden die Felder mit feinem Splitt aufgefüllt, jedes Grab wird für zwei Urnen vorbereitet.

Für Splitt wird eine Box auf dem Friedhof aufgestellt

„Eine gute Lösung, dass die Waschbetonplatten wegkommen“, meinte Rat Christian Schmidt, der beruflich viel auf Friedhöfen unterwegs ist. Er schlug vor, für Splitt eine Box aufzustellen, um älteren Leuten, die Gräber auffüllen, längere Wege zu ersparen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Maßnahme beschränkt auszuschreiben.

Ratsmitglied Mark Herre erkundigte sich, ob solche Arbeiten nicht der Bauhof übernehmen könnte. Die Maßnahme sei viel zu umfangreich, zudem seien die vier Mitarbeiter voll beschäftigt, antwortete Zeiser.