Ein Funkmast kommt nun auch in den Breitenberger Wald, um das Handynetz zu verbessern. Foto: Weißenmayer

Das Mobilfunknetz soll auch im Oberen Wald in Neuweiler besser werden. Deshalb stimmte der Gemeinderat nun dem Bau eines Funkmastens im Breitenberger Wald zu. Funklöcher sollen damit nachhaltig geschlossen werden.

Neuweiler-Breitenberg - Zuerst kommt der Breitbandausbau per Glasfaser und jetzt soll nach etlichen Jahren zähen Ringens auch noch ein Funkmast in Breitenberg entstehen. Anders als zunächst erwartet blieben die Stuhlreihen kritischer Bürger bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag in Neuweiler leer.

Der Wettbewerbsdruck auf die Betriebe wächst, da immer mehr Menschen ins Homeoffice gedrängt werden. Mit jeder verlorenen Handyverbindung oder fehlende Möglichkeiten zur Konferenzschaltung, die Nutzung von serverbasierten Online-Anwendungen, die auch über die Handymasten funktionieren, wächst der Bedarf für Arbeitnehmer in der Kommunikationsinfrastruktur – und das spürt man eben auch in Neuweiler.

"Aus dem weißen Fleck wird dann ein grauer Fleck"

Bernd Land ist im Landkreis derjenige, der dafür zuständig ist, die Funklöcher zu stopfen und das Breitbandnetz auszubauen. Am Rande der Sitzung erklärte er, dass wenn der Landkreis oder die Kommunen nicht in der Lage sind Flächen für Funkmasten bereitzustellen, die Mobilfunkbetreiber in der Pflicht entlastet werden, das Netz weiter auszubauen. "Aus dem weißen Fleck wird dann ein grauer Fleck", erklärte Bernd Land.

Für den 50 Meter hohen Stahlgittermast der ATC Holding GmbH, ein amerikanischer Investor, sei bereits der Bauantrag eingegangen, verkündete Bürgermeister Martin Buchwald in der Sitzung.

Auch Gemeinderat Bernd Greule begrüßte das Vorhaben: "Der Standort ist optimal und mit dem Abstand zu den Häusern kann auch den Bedenken aus der Bevölkerung Rechnung getragen werden", erklärte er und freute sich auf eine Lösung für die fehlende Versorgung in Oberkollwangen. Land sieht darüber hinaus auch einen Sicherheitsvorteil für die Bevölkerung, denn außer den Nutzungsanfragen der drei großen Mobilfunkbetreiber, können auch Feuerwehr und Rettungsdienst des Landkreises ihre unabhängigen Systeme in luftiger Höhe an dem Mast verankern, um die Erreichbarkeit des Rettungspersonals und Fahrzeuge im Mittelgebirge des Nordschwarzwaldes zu verbessern. Das Gremium stimmte dem Vorhaben von ATC am Ende zu.

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