Die Gemeinde Steinen plant den Neubau eines Kindergartens auf einer Grünfläche im Süden von Hägelberg.
Die Gemeinde Steinen braucht weitere Kindergartenplätze. Hierfür ist nach gründlicher Abwägung ein Neubau auf eine Grünfläche ganz im Süden von Hägelberg zwischen dem Riegelmattweg und der Unteren Dorfstraße vorgesehen.
Spielplatz wird versetzt
In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Dorfgemeinschaftshaus. Der öffentliche Spielplatz, so der Plan, wird für das Bauvorhaben ein Stück nach Süden versetzt und somit gesichert.
Weitere Einzelheiten erläuterte in der jüngsten Gemeinderatssitzung Stadtplaner Andreas Schauer vom Görwihler Büro „planwerkschauer“.
Im Kernort wurden Lagen beim Wolfischbühl und Freibad als weitere Standorte in Betracht gezogen, schieden am Ende aber aus. Ausschlaggebend dafür war unter anderem ein steigender Bedarf in Hägelberg, der durch die bestehende Kita nicht gedeckt werden kann. Als weitere Argumente für den Standort werden eine optimale Umgebung, eine sehr gute Zugänglichkeit sowie vergleichsweise günstige Baukosten genannt. Der Südhang, so heißt es, biete hochwertige Freiräume für Aktivitäten.
Der Neubau im Ortsteil Hägelberg wird auch deshalb erforderlich, weil die dort bestehende Kindertageseinrichtung nicht mehr zeitgemäß ist und auch nicht ertüchtigt oder erweitert werden kann. Er soll Platz für drei Kindergartengruppen sowie eine Krippengruppe bieten. Durch den späteren Abbruch eines bestehenden Geräteschuppens im Baugebiet wäre sogar Potenzial für eine weitere Gruppe gegeben. Wert gelegt wird zudem auf ein Ganztagsangebot in der neuen Kindertageseinrichtung. Angestrebt werde eine Ganztagsquote von 30 Prozent, hieß es in der Sitzung.
Defizit an Ökopunkten
Das Bauvorhaben auf einer Fettwiese wird der Gemeinde ein Defizit von 34 000 Ökopunkten bescheren, die später ausgeglichen werden müssen. Der Artenschutz indes stelle kein größeres Problem dar, versicherte der Stadtplaner. In dem Gebiet gebe es keine streng geschützten Arten.
Baurechtliche Formalien
Im Gemeinderat ging es nun um baurechtliche Formalitäten. Denn der Neubau der Kindertageseinrichtung erfordert eine punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans sowie im Parallelverfahren die Aufstellung des Bebauungsplans „Dorfgemeinschaftshaus Hägelberg – Änderung Kita“. Der Gemeinderat hatte keine Einwände, machte sich aber bereits viel Gedanken darüber, wie der Bring- und Holverkehr vor Ort organisiert werden kann. Die Zufahrtsstraße wird im Zuge der Baumaßnahem ausgebaut.
Neben einer möglichen Durchfahrt sind auch Stellplätze vor Ort erforderlich – für die Eltern von Kleinkindern, aber auch für die Mitarbeiterinnen, hieß es im Gemeinderat.