Schönwald rüstet sich für den Ganztagsanspruch: Der Gemeinderat vergibt Planungen und Gewerke, spart deutlich Kosten und treibt den Schulumbau voran.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schönwald ging es um die Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Stufenweise soll diese verwirklicht werden. Erstklässler haben bereits ab dem Schuljahr 2026/2027 Anspruch darauf, Jahr für Jahr wird der Anspruch dann ausgeweitet. Und im Schuljahr 2029/2030 haben dann alle Grundschulklassen einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, hat die Verwaltung einen Antrag auf Fachförderung gestellt, der bereits im Vorjahr bewilligt wurde. Der Vertrag für Planungsleistungen wurde nun mit Triberger Architekten Martin Reiber geschlossen, der alle Architektenleistungen bis hin zur Auftragsvergabe leistet, die Objektüberwachung mit Dokumentation und Objektbetreuung obliegt dem Schonacher Architekturbüro Christian Kuner.
Zugleich wurden fünf weitere Gewerke vergeben. Erfreulicherweise, so Hauptamtsleiter Andreas Herdner, lagen die günstigsten Angebote der angeschriebenen Fachbetriebe teilweise sehr deutlich unter den Kostenberechnungen.
Die günstigen Angebote
So kosten die mit 16 577 Euro geplanten Innentüren nun laut Angebot der Villinger Schreinerei und Glaserei Summ 13 662 Euro. Die Maler- und Tapezierarbeiten gehen an die Furtwanger Firma Maler Straub für 17 944 Euro (Kostenberechnung 22 230 Euro). Straub hat auch für die Bodenbelagsarbeiten mit 29 070 Euro anstatt 33 846 Euro das günstigste Angebot eingereicht.
Auch der Heizestrich, den für 22 291 Euro die Kimmich Fußbodenbau aus Fluorn-Winzeln durchführt, liegt damit deutlich unter der Kostenberechnung von 29 212 Euro. Für die umfangreichen Elektroarbeiten holte man sogar die heimische Firma PS-Elektroservice, weil dessen Angebot von 68 273 Euro extrem unter der Kostenberechnung von 91 927 Euro liegt – der Preis sei durchaus kostendeckend, habe Inhaber Gabor Puschmann versichert.
Ein größerer Schaltschrank
Hier riet Dirk Fehrenbach (BLS) dazu, mit Puschmann dahingehend zu sprechen, dass alles, einschließlich des Schaltschranks, eine Nummer größer eingebaut werde – bei einer Besprechung, in der es um die Vergrößerung der Photovoltaikfläche auf dem Schulhausdach gegangen sei, habe man das wegen eines zu kleinen Schaltschranks aufgeben müssen.
Der Gemeinderat vergab alle Gewerke jeweils einstimmig und beschloss auch die Architektenverträge.