Eine Felssicherung wie hier in Geschwend 2020 kann und muss man sich in Schönau über dem Ringweg nicht leisten. Der Weg bleibt deshalb vorerst gesperrt. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Bauturbo, Freibad und Felssicherung – das waren die Themen im Schönauer Gemeinderat. Eine gute Nachricht für alle Schwimmbadfreunde: Die Eintrittspreise bleiben unverändert.

Nicht ganz so schnell über die Bühne ging das Thema Bauturbo. Hierzu hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Realisierung an ein Stadtplanungsbüro zu vergeben. Bereits in der Sitzung im Februar war der Gemeinderat informiert worden und hatte ein erstes Stimmungsbild pro Bauturbo abgegeben. Nun aber erkundigte sich Gemeinderätin Marika Prekur (Freie Wähler) nach den Kosten und schlug vor, erst zu definieren, was die Stadt überhaupt wolle. Ihr sei die Vorgehensweise unklar. Man müsse doch zunächst die Kriterien definieren und dann erst das Büro beauftragen, so Prekur. Auch Gemeinderat Björn Büchele (SPD) stimmte dem zu. Da Bauamtsleiter Axel Lais erkrankt war und die offenen Fragen nicht geklärt werden konnten, wurde die Vergabe an das Planungsbüro vertagt. Die Räte stimmten aber einstimmig dafür, den Bauturbo für noch zu definierende Bereiche anzuwenden.

 

Neuer Name fürs MTB

Wie soll das MTB-Gebäude künftig heißen? In dieser Frage dürfen nun auch die Bürger mitentscheiden. Der bisherige Arbeitstitel, der für Mehrzweckraum, Tourismus und Biosphäre steht, soll künftig wegfallen und durch einen klaren, eindeutigen Namen mit Identitätswirkung und Bezug zur Stadt ersetzt werden. Über verschiedene Kanäle sollen die Bürger zur Beteiligung aufgerufen werden. Dann können sie über drei bis vier Wochen hinweg über die Schönau-App oder auch über den Rathaus-Briefkasten ihre Namensvorschläge einreichen. Es folgt eine Online-Abstimmung und eine Entscheidung durch den Gemeinderat.

Florian Kübler, Geschäftsführer des Biosphärengebiets, vor dem MTB-Gebäude, das nun einen neuen Namen erhalten soll. Foto: Verena Wehrle

Der Ringweg bleibt gesperrt

Über die Zukunft des Ringwegs hatte die Ratsrunde ebenfalls zu beschließen: Der Weg wurde aufgrund von Felssturzgefahr oberhalb der Schönenberger-/Friedrichstraße gesperrt. Für das Bereitstellen einer Prallwand bezahlt die Stadt Schönau nun jährlich rund 8000 Euro an die Firma. Kürzlich habe es nun eine Besichtigung mit der Versicherung gegeben. Für eine Öffnung des Rundwegs müsste die Gefahrenlage bewertet und die Steinschlaggefahr beseitigt werden, machte Schelshorn deutlich. Er nannte dann einige Beispiele aus dem Wiesental, wo Felssicherungen nötig waren. „Diese kosten Unsummen.“ Die Verwaltung schlug deshalb vor, die Prallwand selbst herzustellen und zu unterhalten, beziehungsweise der Firma abzukaufen, und den Ringweg bis auf Weiteres zu sperren. Der Rat stimmte dem zu.

Alexander Knobel betonte aber, es sei erstrebenswert, den Weg, irgendwann wieder zu öffnen. „Aber aktuell können wir das Geld nicht ausgeben“, sagte er. „Wir dürfen den Weg aber keinen Tag länger zulassen als es sein muss.“

Freibad-Preise bleiben

Gute Nachrichten gab es dann für alle Freibad-Besucher: Die Preise sowohl für die Saisonkarten im Vorverkauf als auch für den regulären Eintritt bleiben wie bisher. Saisonkarten im Vorverkauf kosten für Kinder von 6 bis 15 Jahren 57 Euro, für alle ab 16 Jahren 94 Euro und für Familien 127 Euro. Tageskarten kosten für Kinder vier Euro, ab 16 Jahren 6,50 Euro und für Familien 15,50 Euro. Weiterhin gibt es Zehnerkarten und Abendtickets.

Die Saison soll am 16. Mai starten (bei gutem Wetter bereits eine Woche früher) und bis zum 13. September andauern. Im Mai und September soll das Bad von 10 bis 19 Uhr und von Juni bis August von 9 bis 20 Uhr geöffnet sein, mit Frühschwimmen dienstags und donnerstags ab 7 Uhr.

Die Preise fürs Schönauer Freibad bleiben unverändert – hier ein Bild von der Eröffnung des Bads vor zehn Jahren. Foto: Verena Wehrle

Mit dem neuen Bademeister Matthias Wüst hätte man bereits getagt, er habe auch viele Aktionen geplant, so Schelshorn. Eine Änderung gebe es nun für Tage mit Schlechtwetter: Dann werde bis spätestens 15 Uhr entschieden, ob das Bad bereits um 18 Uhr geschlossen wird. Somit ergibt sich auch an Schlechtwettertagen eine verlässliche Öffnung bis 18 Uhr.