Beim Heizungstausch im Haus des Gastes (Bild) kann die Gemeinde doppelte Förderung erhalten. Gleiches gilt für das Gebäude Heilig Garten 4. Foto: Herzog

Beim geplanten Heizungstausch im Haus des Gastes kann die Gemeinde auf doppelte Förderung hoffen. Gleiches gilt für das Gebäude Heilig Garten 4.

Bereits in der Juli-Sitzung hatte sich der Gemeinderat mit dem Tausch der Heizung im Haus des Gastes beschäftigt. Damals war jedoch nicht klar, ob der kommunale Heizungstausch förderfähig ist, beziehungsweise ein Heizzuschuss die Förderungen im Sanierungsgebiet dann ausschließt.

 

Nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Heinzelmann in der jüngsten Ratssitzung sind die neuen Heizungs-Förderrichtlinien veröffentlicht und nach Absprache mit dem Regierungspräsidium Freiburg mit den Förderungen im Sanierungsgebiet kombinierbar.

Demzufolge gibt es für verschiedene Heizsysteme wie solarthermische Anlagen, Biomasseheizungen, wasserstofffähige Heizungen, innovative Heizungstechnik, Brennstoffzellenheizung sowie Wärmepumpen jeweils eine Grundförderung von 30 Prozent. Bei Letzterer kommt noch ein Effizienzbonus von fünf Prozent obendrauf. Voraussetzung ist jedoch, dass die Gemeinde die installierte Wärmepumpe als Wärmequelle Wasser, das Erdreich oder das Abwasser nutzt, oder ein natürliches Kältemittel einsetzt, erläuterte der Bürgermeister.

Zusätzlich könne man noch ein Emissionsminderungszuschlag erhalten, wenn Biomasseanlagen errichtet werden, die nachweislich den Emissionsgrenzwert für Staub von 2,5 Milligramm pro Kubikmeter einhalten. Die Verwaltung empfehle, neben dem Haus des Gastes gleichzeitig auch einen Förderantrag für den Heizungsaustausch im gemeindeeigenen Gebäude in der Straße Heilig Garten 4 zu stellen.

Energieberater soll Vorschlag machen

„Bei der Kombination aus der Heizungsförderung und der Förderung im Sanierungsgebiet erhalten wir zusammen eine Bezuschussung von rund zwei Drittel der entstehenden Kosten. Beide Heizungssanierungen sind überfällig“, warb Heinzelmann um Zustimmung, für beide Gebäude je einen Förderantrag zu stellen. Dies erfolgte durch das Ratsgremium einstimmig.

In der nächsten Ratssitzung am 16. Oktober soll dann ein Energieberater einen Vorschlag unterbreiten, welche Heizungsart am besten für die Gemeinde geeignet ist.